Der Stormbringer Jahresrückblick 2017

Was kann man zu 2017 sagen. Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht und meine Erinnerungen Revue passieren lassen. Auch wie in den letzten Jahren ist heuer der Metalkosmos von Schicksalsschlägen gebrandmarkt. Ebenso unerwartet gute bis schlechte Veröffentlichungen von neu und alten Bands.

 

 

Als trauernder Black Sabbath-Fan vernahm ich im Jänner die Nachricht über den Tod von Geoff Nicholls (Keyboard, Bass) , dem (in)offiziellen Mitglied von Black Sabbath. Ein Musiker der gemeinsam mit Ronnie James Dio Lieder wie "Heaven And Hell" verkörpert. Seit 10 Jahren bin ich im Besitz eines einzigen Pullovers mit der Aufschrift "Black Sabbath" , den ich jetzt mehr denn je mit Stolz weiterhin tragen werde. Ich erinnere mich noch genau daran, als ich vor 3 Jahren in einem Schallplattenladen ein original gepresste Vinylscheibe des ersten Albums "Black Sabbath" aus dem Jahre 1976 fand. Dieses Stück Geschichte schmückt noch heute meine Schallplattensammlung und erinnert mich stets daran woher Heavy Metal ihre Wurzeln hat. 

 


(Chester Bennington, Bild: Stefan Kuback)

Obwohl ich keine Sympathie für Linkin Park hege, ist es dennoch der Verlust des Chester Benningtons(Vocals) von Linkin Park  für die Metal-Gemeinschaft groß. Ein Mensch der Ende der 90er und nach Millenium eine wichtige Rolle in der Nu Metals Szene spielte. Trotz seines Erfolgs und seines historischen Fingerabdrucks den Chester in der Welt des Metals hinterlassen hatte, fand er, aufgrund von persönlichen Problemen, keinen Sinn mehr weiterzuleben. Diese Person erinnert mich daran dass auch nach 40 Jahren Heavy Metal musikalische grenzen überschreitet und sich niemals im Stillstand befinden wird.(Marin Eric Ain)

Neues Studium, neues Glück, neuer Todesfall. Martin Eric Ain (Bassist), Mitglied der Band CELTIC FROST, verstarb am 21.Oktober an einem Herzinfarkt. Ein Freund, der von Stuttgart aus seine lebenslange Reise durch Welt beging, legte mir als begeisterter Black Thrash-Fan die Band CELTIC FROST ans Herz und schenkte mir ihr prägendstes Album "Morbid Tales" in der Musikrichtung Thrash Metal. Ich erinnere mich, dass dieses Werk mein Interesse der dreckigeren Szene im Heavy Metal-Bereich geweckt hat. 

 


 

Genug von den Toten. Im Februar hatte ich das Vergnügen mit meiner Band, HARBRINGER, mit einer Band namens RAVENOUS aufzutreten. Eine Wiener Band leider zu einem ungünstigen Zeitpunkt in der Thrash Metal-Szene mitmischen wollte und sich innerhalb von 5 Jahren wieder auflöste. 2014 feierten sie ihre Reunion und starten mit einer Neuauflage des Debütalbums "Book Of Covetous Souls". Backstage kam ich mit Jochen (Gitarrist von RAVENOUS) ins Gespräch und verschaffte mir einen EInblick in die Metal-Szene der 80er Jahre aus erster Hand und dem Werdegang seiner Band. Deshalb erinnert mich dieser Moment daran, dass Heavy Metal nie ein kurzlebiger Trend oder "Phase"  in Österreich war, ist oder sein wird. 

Im Oktober entschloss ich mich meine Erfahrung mit, um und über Metal mit anderen Gleichgesinnten Musikfans zu teilen und gleichzeitig die jungen Musiker sowohl in Österreich als auch in anderen Ländern zu unterstützen, indem ich die Leser auf Neuigkeiten in Form eines Artikels oder Reviews über neu erschienene Alben oder unbekannten Bands verfasse. In meiner Bewerbung als Redakteur bei  Stormbringer.at schrieb ich damals: "Mein Beitrag kann nicht die ganze Welt bewegen, aber zumindest in die richtige Richtung weisen." Diesen Satz meine ich auch heute noch so. 4 Monate später habe ich schon einige Reviews verfasst und neue Bands, unter anderem auch persönlich, kennen gelernt. Ich muss noch viel lernen aber ich erinnere mich immer wieder gerne an jene meiner Worte, die ich damals in meiner Bewerbung schrieb.

2017 konnte ich einige Todesfälle in der Metal-Szene und auch persönlich beklagen (es wäre unangebracht Todesfälle in meiner Familie näher zu erläutern). Da ich ein impulsiver Typ bin, der nicht tatenlos herumsitzen kann, bin, traf ich heuer ein Paar lebensverändernde Entscheidungen. Vielleicht trieben mich diese Schicksalschläge zu den Handlungen oder zumindest trugen sie ein Teil dazu bei. Das Wichtigste für mich jedoch ist, das all diese Tode micht nicht an das Ende erinnert, sondern an den Beginn von etwas Neuem. Denn Zerstörung bedeutet nicht nur das Ende. Es bedeutet ebenfalls den Neuanfang. Anhand meiner persönlichen Erfahrungen der letzten 12 Monate steht 2017 für einen Neuanfang.

Um beim Thema Jahresrückblick der Metal-Welt zu bleiben, erinnert euch an diese Worte: Vergesst nicht woher Metal kommt und gebt den neuen Musikern eine Chance sich zu beweisen.


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Jahresrückblick '17 der Stormbringer-Leser
Seite 3: Redaktionsrückblick 2017: Angelika Oberhofer
Seite 4: Redaktionsrückblick 2017: Anna Buchbauer
Seite 5: Redaktionsrückblick 2017: Anthalerero
Seite 6: Redaktionsrückblick 2017: bender
Seite 7: Redaktionsrückblick 2017: Brigitte Simon
Seite 8: Redaktionsrückblick 2017: Captain Critical
Seite 9: Redaktionsrückblick 2017: Christian Wiederwald
Seite 10: Redaktionsrückblick 2017: Christian Wilsberg
Seite 11: Redaktionsrückblick 2017: Daniel Hadrovic
Seite 12: Redaktionsrückblick 2017: Florian Rosenberger
Seite 13: Redaktionsrückblick 2017: Fred Gasch
Seite 14: Redaktionsrückblick 2017: Jazz
Seite 15: Redaktionsrückblick 2017: Julian Dürnberger
Seite 16: Redaktionsrückblick 2017: Laichster
Seite 17: Redaktionsrückblick 2017: Luka
Seite 18: Redaktionsrückblick 2017: Mike Seidinger
Seite 19: Redaktionsrückblick 2017: Pascal Staub
Seite 20: Redaktionsrückblick 2017: Sonata
Seite 21: Redaktionsrückblick 2017: Stefan Graesslin
Seite 22: Redaktionsrückblick 2017: Thomas Trüter


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