Der Stormbringer Jahresrückblick 2017

Wann genau weiß man, dass ein Jahr ein wirklich besonderes Jahr war? Richtig! Wenn WINTERSUN ein vollwertiges Album (!!!) veröffentlicht haben. Passiert ja auch nicht allzu oft, nicht wahr? Mit diesem kleinen Kalauer - ihr kennt meine Meinung dazu ja bereits aus der ENSIFERUM-Review - möchte ich euch nicht nur zum gesamten Stormbringer-Jahresblick, sondern auch zu meinem ganz persönlichen willkommen heißen.

Natürlich ist auch im Jahre 2017 wieder viel passiert. Es sind zahlreiche überaus großartige Alben in allen erdenklichen Genres bzw. Subgenres erschienen, gleichzeitig aber auch - mal wieder - einige großartige Künstler viel zu früh von uns gegangen. Es gab mal wieder einige Bands, die immense Charterfolge feiern konnten, wiederum andere konnten neue Crowdfunding-Rekorde aufstellen. In anderen Worten: der Metal, der einst als Randerscheinung begann und nur allzu gerne als Krach abgetan wurde, findet immer mehr Anhänger und wächst stetig, während Bands wie WOLVES IN THE THRONE ROOM es sogar schon in den Feuilleton geschafft haben. Eine bedenkliche Entwicklung? Das würde ich persönlich verneinen. Sicherlich hat dieser Wachstum beispielsweise in der Vinyl-Preispolitik, bei Festival-Preisen und dem Versionenwahn bei zahllosen Releases (alleine von ARCH ENEMYs "Will To Power" sind auf Discogs 29 verschiedene Editionen gelistet) seine klar definierten Schattenseiten, nichtsdestotrotz gibt es aber auch, wie ich dieses Jahr erfreulicherweise wieder feststellen durfte, einen florierenden Untergrund mit etlichen fantastischen Werken - man muss sie nur entdecken (und dann auch entlohnen) wollen, damit das auch so bleibt. Und damit wären wir auch schon bei meiner persönlichen Top Ten dieses Jahres (mit Verlinkungen), die, wie immer, in keiner nummerierten Reihenfolge angeordnet ist.

DUSKMOURN - Of Shadow And Flame

Zugegeben, ein bisschen Kalkül steckt schon dahinter, wenn ich ausgerechnet "Of Shadow And Flame" von den Amerikanern DUSKMOURN an erster Stelle nenne. Der Grund ist aber denkbar einfach: das Duo besitzt aktuell keinen Plattenvertrag, hat mit seinem Zweitwerk dieses Jahr aber ein beeindruckendes Meisterwerk veröffentlicht, das stilistisch als Fusion von INSOMNIUM und MOONSORROW charakterisiert werden kann und tatsächlich auch genauso episch-melodisch klingt, wie man das bei dieser Beschreibung vermuten würde. Die Langzeitwirkung des Albums ist dabei genauso immens wie die Atmosphäre bzw. Sogwirkung, mit der das Album einen in seine eigene Welt entführt. Für Mixing und Mastering war übrigens Christopher Brandes  zuständig, der auch schon bei den letzten FINSTERFORST-Werken für den wuchtigen Sound zuständig war. Ich konnte anfangs selbst nicht ganz glauben, was ich da gerade entdeckt hatte, aber DUSKMOURN sind echt und gehören zählen jetzt schon zu den unstreitbaren Genregrößen des Pagan Black Metal, weil auch das im Jahre 2014 erschienene Debütalbum "Legends" kaum Schwächen hat. Übertrieben? Nein. Eher kriminell, dass diese beiden Herren noch kein Label haben.

EVILFEAST - Elegies Of The Stellar Wind

Das polnische Ein-Mann-Projekt EVILFEAST hat schon einen Plattenvertrag, passenderweise bei der Eisenwald Tonschmiede, die seit jeher für wertige Black-Metal-Releases berüchtigt ist. Nichtsdestotrotz bewegen wir uns hier natürlich im Untergrund, und da "Elegies Of The Stellar Wind" sich ohne Gewissensbisse als Atmospheric-Black-Metal-Album des Jahres betiteln lässt, muss es selbstverständlich auch explizit genannt werden, zumal gerade dieses Subgenre aktuell mit einer Vielzahl an schrottigen SUMMONING-Kopien und sonstigen Trittbrettfahrern geflutet wird, so dass es einfach schwer geworden ist, die wahren Perlen zu filtern. Dass EVILFEAST auf Metal-Archives bisher mit jedem Album weit über 90% lagen (jaja, "Lost Horizons Of Wisdom" hat "nur" 89%, aber ihr wisst schon, worauf ich hinaus will), sagt in diesem Fall mehr als tausend Worte es je sagen könnten; auch "Elegies Of The Stellar Wind" wird sich da berechtigterweise einreihen. Das große Plus: Die Gitarren sind hier kein belangloses Beiwerk, damit man es für ein bisschen Aufmerksamkeit noch irgendwie in die beliebte Atmo-BM-Schublade stecken kann (ELDAMAR sind da ein gutes Beispiel), obwohl die Keyboard-Ambient-Soundscapes klar dominieren. Die insgesamt 67 Minuten sind nicht nur abwechslungsreich, sondern vergehen auch rasend schnell und erzeugen dabei eine nahezu unübertreffliche, wunderbar winterliche Atmosphäre. 

WINTERSUN - The Forest Seasons

Was lange währt, wird endlich gut? Nun, durch jahrelange Hängepartien mit zahlreichen unglücklichen Statements haben WINTERSUN eine gewaltige Hypothek auf sich genommen, die man bei einigen "Experten" wohl nie tilgen können wird, aber wenn man bedenkt, dass man zur Realisierung von "The Forest Seasons" mithilfe einer offensichtlich gewaltigen Fanschar eine der größten Crowdfunding-Kampagnen überhaupt zum Erfolg gepusht hat, kann man den ein oder anderen Internet-Troll wohl weglachen. Ich kann nur für mich sprechen: Ab einem gewissen Punkt war's mir schlichtweg egal, was aus WINTERSUN werden würde. Sollte etwas kommen, so schwor ich mir, würde ich natürlich reinhören, sollte nichts kommen, würde ich aller Vorraussicht nach auch nicht sterben. Nun ist aber etwas gekommen - und es ist fantastisch. Besonders lobenswert: Das Album macht als Ganzes sehr viel Spaß, die Songs funktionieren aber auch einzeln sehr gut. Wäre Jari Mäenpää nicht so ein eigenwilliger Zeitgenosse und die Posse im vergangenen Jahrzehnt nie passiert, hätten WINTERSUN wohl unlängst einen viel besseren Ruf, aber ich will ganz ehrlich sein: Im Endeffekt ist mir das deutlich lieber, als alle zwei Jahre irgendwelchen Junkfood für die Ohren vorgesetzt zu bekommen. Sollte fortan alles gut laufen, dürfen wir von WINTERSUN in Zukunft noch einige Hochkaräter zwischen Melodic Death-, Folk- und Epic Metal erwarten, da lege ich mich einfach mal fest. Und wenn nicht... der Globus wird trotzdem weiterhin rotieren.

CANNIBAL CORPSE - Red Before Black

Eigentlich muss ich meiner Rezension überhaupt nichts mehr hinzufügen, wenn es um "Red Before Black" von CANNIBAL CORPSE geht. Eines muss aber nochmals unterstrichen werden: Irgendwann, also in ein paar Jahren, wird man dieses Album zu den Klassikern der Band zählen und sich immer noch bereitwillig davon misshandeln lassen. Oh, entschuldigt bitte die Vergewaltigungsrhetorik!

GET THE SHOT - Infinite Punishment

Ich weiß, dass viele Rezensionen oder Empfehlungen häufig mit derlei Sätzen beginnen, aber: Ich bin überhaupt kein Hardcore-Fan. Wenn ich in dem Genre auf fünf oder sechs Interpreten komme, die ich aktiv höre, ist das wirklich schon das absolute Maximum. Auf GET THE SHOT bin ich auch nur wegen dem diabolischen Artwork aufmerksam geworden, aber dann saß ich plötzlich mit heruntergeklappter Kinnlade da und wurde von einem Kraftwerk zermalmt, das seine Energie direkt aus der Hölle zu kanalisieren scheint. Direkt aus der Hölle? Das ist vielleicht sogar noch untertrieben, denn "Infinite Punishment" lässt mit seiner Mischung aus Oldschool Hardcore und SLAYER so penetrant viel Dampf ab, dass wohl sogar der Teufel höchstselbst um Abkühlung flehen würde. "What a good time to be alive", denken sich GET THE SHOT und nehmen mit ihrem Zweitwerk aktuelle politische und religiöse Brandherde zum Anlass, um zwölf arschgeile, musikalische Morddrohungen auszukotzen. Oder um es mit den äußerst diplomatischen Worten vom Vorgängeralbum (Song: "Erase The Scum") zu halten: Death to your chosen whites. Sollte ich diese Band irgendwann mal live sehen, wird das der erste Gig sein, bei dem selbst ich mal einen Moshpit betreten und komplett ausrasten werde. Safecall.

ENSLAVED - E

Auch hier kann ich meiner Rezension nicht wirklich etwas hinzufügen, da bereits alles gesagt wurde. ENSLAVED sind neben ULVER nahezu die einzigen Norweger aus der Frühphase des norwegischen Black Metal, die musikalisch relevant geblieben sind - weil sie sich vom Stillstand losgesagt haben. Kann einem natürlich gefallen, muss aber nicht. Aber: Während sich EMPEROR alle Jahre wieder für ein paar neuerliche Cashgrab-Shows "reaktivieren", IMMORTAL nur noch durch peinliche Auseinandersetzungen mit Abbath auffallen und BURZUM bzw. Varg Vikernes himself eher als Youtube-Comedian durchgeht, haben sich ENSLAVED ihrer Vision gewidmet und schmieden ein progressives Highlight nach dem anderen. Wer sich jetzt denkt, ich hätte DARKTHRONE und MAYHEM vergessen: Nö. Aber die zwei kauzigen Buben sind fernab von Raum und Zeit sowieso komplett unangefochten. Und MAYHEM... tja, die auch.

WOLVES IN THE THRONE ROOM - Thrice Woven

Schön, dass die Amerikaner, wenn auch klassischer und aggressiver als früher, wieder auf gewohntem Terrain musizieren. Ich zitiere mich einfach mal selbst: „"Thrice Woven" ist also wie ein gewaltiger, viel Aufmerksamkeit einfordernder Foliant, aus dem sich viele andere Interpreten des momentan stark überlaufenden Atmo-Black-Metal-Bassengs zig Seiten herausreißen könnten, um von WOLVES IN THE THRONE ROOM die höhere Schule zu erlernen und letztlich trotzdem nicht schlauer daraus würden, da man die stets um sie lauernde Atmosphäre schlichtweg nicht replizieren kann.“ Anders gesagt: Mir fallen allerhöchstens zehn Bands im Atmospheric Black Metal ein, die mit WITTR auf Augenhöhe sind; und das sagt alles über die Qualität dieser Musikmagier aus.

WITH THE DEAD - Love From With The Dead

Lee Dorrian ist eine nahezu unfehlbare Doom-Koryphäe. Über CATHEDRAL müssen wir keine Silbe verlieren, über TEETH OF LIONS RULE THE DIVINE mit SUNN O)))-Genius Stephen O'Malley ebenso wenig, aber über WITH THE DEAD eben schon. Es könnte ja sein, dass irgendjemand das noch recht frische Projekt des Briten verpennt haben könnte. Sollte das so sein, muss man sich unbedingt mal die Zeit für "Love From With The Dead" nehmen. War das Selftitled-Debüt "nur" gut, ist dieser zweite Anlauf fast schon unverschämt geil. Wenn Tim Bagshaw sein gut behütetes Riff-Schmuckkästchen öffnet, wird man von einem Monolithen nach dem anderen heimgesucht und kann sich der Schwermut schlichtweg nicht entziehen. ELECTRIC WIZARD (um das ideenlose Duo Oborn/Buckingham), die sich nur noch selbst kopieren und mit "Wizard Bloody Wizard" den letzten Stein zur endgültigen Selbstblamage und -demontage in's Rollen gebracht haben, sollten sich mittlerweile in einer Situation wiederfinden, in der sie um solch einen Doom-Hexer froh wären. Nur: Man kann halt niemanden zu seinem Glück zwingen.

PAYSAGE D'HIVER / DRUDKH - Schnee IV / Somewhere Sadness Wanders

Klar, hier handelt es sich streng genommen um ein Split-Release, aber es ging ja auch um Veröffentlichungen im Allgemeinen und bei diesem hochwertigen Spielzeit-Qualität-Verhältnis darf man sowieso nicht weghören. Hier hätten wir dann auch zwei der zehn Bands, die mit WOLVES IN THE THRONE ROOM auf einer Stufe stehen: DRUDKH und PAYSAGE D'HIVER. Erstere haben auf Albumlänge zuletzt etwas geschwächelt, bewegen sich mit dem neuen Material aber wieder auf Weltklasse-Niveau (auch deshalb, weil die Produktion wieder deutlich schroffer ausgefallen ist) und zweitere geben vier Jahre nach der famosen "Das Tor"-Demo ein herausragendes Lebenszeichen von sich, dessen winterliche Sphären mal wieder einen intensiven Bildersturm im Köpfchen fördern. Da haben sich zwei gefunden, denen ich in dieser Verfassung stundenlang zuhören könnte.

MOONSPELL - 1755

Die Portugiesen gehören zu den wandelbarsten Musikern ihrer Zunft. War "Extinct" noch eher süßlich-eingängig, so ist "1755" der größtmögliche Gegenpol, den man sich nur vorstellen kann: Kaum Klargesang, mächtige Gitarrenwände, theatralische Orchestrierung. Diese Fähigkeit macht große Künstler allerdings aus und ihre Fans haben unlängst realisiert, dass sich MOONSPELL stilistisch stets dem lyrischen Konzept anpassen und ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, weswegen die fünf Herren auch (zu Recht) zur seltenen Spezies der schwer zu kritisierenden Metal-Bands zählen, bei der nicht bei jedem neuen Album bis zum Erbrechen ausdiskutiert werden muss, dass man sich dieses und jenes Experiment hätte sparen können. Glückwunsch dazu. Und natürlich auch zur gelungenen musikalischen Umsetzung der Naturkatastrophen, die die portugiesische Heimat im Jahre 1755 in den Würgegriff genommen haben.

---

Kommen wir nun zu weiteren (für mich) relevanten Höhepunkten des Jahres, dieses Mal sortiert nach Genre, so dass man sich als Leser zügiger zurechtfindet, falls man mit der ein oder anderen Subkultur evtl. nicht so viel anfangen kann.

Black Metal:

  • MALOKARPATAN - Nordkarpatenland (kauziger Oldschool Black Metal mit slowakischen Folklore- und NWOBHM-Einflüssen)
  • JORDABLOD - Upon My Cremation Pyre (Orthodox Black Metal)
  • BLOOD STRONGHOLD - The Triumph of Wolfish Destiny (Atmospheric Black Metal)
  • INFERNO - Gnosis Kardias (Of Transcension and Involution) (Orthodox Black Metal)
  • ALMYRKVI - Umbra (Atmospheric Black Metal/Space Ambient)
  • WIEGEDOOD - De doden hebben het goed II (Atmospheric Black Metal)
  • PILLORIAN - Obsidian Arc (Black Metal/Dark Metal inkl. AGALLOCH-Ästhetik)
  • ORANSSI  PAZUZU - Kevät / Värimyrsky EP (Psychedelic Black Metal)
  • MIDNIGHT ODYSSEY - Silhouettes Of Stars (Atmospheric Black Metal/Space Ambient)
  • BLUT AUS NORD - Deus Salutis Meæ (Black Metal)
  • MÛSPELLZHEIMR - Nidhöggr (Raw Black Metal)
  • DAWN RAY'D - The Unlawful Assembly (Atmospheric Black Metal)
  • WEDERGANGER / URFAUST - Split (Atmospheric Black Meetal)
  • SEVEROTH - Forestpaths (Atmospheric Black Metal)
  • BELPHEGOR - Totenritual (Blackened Death Metal)
  • DØDSENGEL - Interequinox (Orthodox Black Metal)
  • RÛR - Rûr (Atmospheric Black Metal)
  • FEN - Winter (Atmospheric Black Metal)
  • CARACH ANGREN - Dance And Laugh Amongst The Rotten (Symphonic Black Metal)
  • VOIDSPHERE - To Call | To Speak (Atmospheric Black Metal/Space Ambient)
  • SORTILEGIA - Sulphurous Temple (Raw Black Metal)
  • DER WEG EINER FREIHEIT - Finisterre (Black Metal)
  • ARKHTINN - IV (Atmospheric Black Metal/Space Ambient)
  • ARKHTINN - V (Atmospheric Black Metal/Space Ambient)
  • CHAOS MOON - Eschaton Memoiré (Atmospheric Black Metal)
  • AOSOTH - V: The Inside Scriptures (Orthodox Black Metal)
  • NIGHTBRINGER - Terra Damnata (Orthodox Black Metal)
  • ACHERONTAS - Amarta (Formulas of Reptilian Unification Part II) (Orthodox Black Metal)
  • THE RUINS OF BEVERAST - Exuvia (Atmospheric Black Metal)
  • GRIFT - Arvet (Atmospheric Black Metal/ Dark Folk)
  • MYRKUR - Mareridt (Atmospheric Black Metal/Dark Folk)
  • BATTLE DAGORATH - II - Frozen Light of Eternal Darkness (Atmospheric Black Metal)
  • WINDSWEPT - The Great Cold Steppe (Atmospheric Black Metal)
  • SUN OF THE SLEEPLESS - To The Elements (Atmospheric Black Metal)
  • YELLOW EYES - Immersion Trench Reverie (USBM)
  • FELLWARDEN - Oathbearer (Atmospheric Black Metal) 
  • ASH BORER - The Irrepassable Gate (USBM)
  • ETERNAL VALLEY - The Falling Light (Atmospheric Black Metal)

Gothic Metal:

  • CRADLE OF FILTH - Cryptoriana

Industrial Metal:

  • SAMAEL - Hegemony
  • MECHINA - As Embers Turn To Dust
  • DAGOBA - Black Nova
  • THE INTERBEING - Among The Amorphous

Thrash Metal:

  • KREATOR - Gods Of Violence
  • OVERKILL - The Grinding Wheel
  • WARBRINGER - Woe To The Vanquished
  • SEPULTURA - Machine Messiah
  • CAVALERA CONSPIRACY - Psychosis
  • TANKARD - One Foot In The Grave
  • F.K.Ü. - 1981

Death Metal:

  • SEPTICFLESH - Codex Omega (Symphonic Death Metal)
  • MORBID ANGEL - Kingdoms Disdained (Death Metal)
  • VALLENFYRE - Fear Those Who Fear Him (Crust/Oldschool Death Metal, Skandinavien-Prägung)
  • DECREPIT BIRTH - Axis Mundi (Technical Death Metal)
  • ORIGIN - Unparalleled Universe (Technical Death Metal)
  • THE LURKING FEAR - Out Of The Voiceless Grave (Oldschool Death Metal, Skandinavien-Prägung)
  • IN REVERENCE - The Selected Breed (Atmospheric Death Metal)
  • TRIUMVIR FOUL - Spiritual Bloodshed (Oldschool Death Metal)
  • AUTOPSY - Puncturing The Grotesque EP (Oldschool Death Metal)
  • TEMPLE OF VOID - Lords Of Death (Oldschool Death Metal)
  • OBITUARY - Obituary (Oldschool Death Metal)
  • LOCK UP - Dehumanization (Death Metal/Grindcore)
  • SUFFOCATION - ...Of The Dark Light (Death Metal)
  • DECAPITATED - Anticult (Death Metal/Groove Metal)

Pagan/Viking Metal:

  • EREB ALTOR - Ulfven
  • HAVUKRUUNU - Kelle Surut Soi
  • CNOC AN TURSA - The Forty Five
  • VINTERSORG - Till Fjälls del II
  • FOREFATHER - Tales From A Cloud-Born Land EP
  • MINAS MORGUL - Kult
  • MAGLOR - Asunder

Sludge/Stoner/Doom Metal/Drone:

  • BELL WITCH - Mirror Reaper (Funeral Doom)
  • FROWNING - Extinct (Funeral Doom)
  • PALLBEARER - Heartless (Epic Doom)
  • ELDER - Reflections Of A Floating World (Stoner)
  • PARADISE LOST - Medusa (Death Doom)
  • HALLATAR - No Stars Upon The Bridge (Doom Metal)
  • SORCERER - The Crowning Of The Fire King (Epic Doom)
  • NAILED TO OBSCURITY - King Delusion (Death Doom)
  • LOSS - Horizonless (Funeral Doom)

Power Metal/Heavy Metal/Symphonic Metal:

  • ICED EARTH - Incorruptible (Heavy Metal)
  • DRAGONFORCE - Reaching Into Infinity (Power Metal)
  • UNLEASH THE ARCHERS - Apex (Power Metal/Melodic Death)
  • EPICA - The Solace System EP (Symphonic Metal)
  • ORDEN OGAN - Gunmen (Symphonic Metal/Power Metal)
  • ACCEPT - The Rise Of Chaos (Heavy Metal)
  • CRIMFALL - Amain (Symphonic Metal/Power Metal/Folk Metal/Viking Metal/Filmscore)

Progressive Metal:

  • MASTODON - Emperor Of Sand
  • MASTODON - Cold Dark Place EP
  • THRESHOLD - Legends Of The Shire
  • CALIGULA'S HORSE - In Contact
  • THE GREAT DISCORD - The Rabbit Hole
  • VEIL OF MAYA - False Idol
  • COMMUNIC - Where Echoes Gather
  • NORTHLANE - Mesmer
  • LEPROUS - Malina
  • VALBORG - Endstrand
  • PERSEFONE - Aathma

Folk Metal, Neofolk, Dark Folk, etc.:

  • ALESTORM - No Grave But The Sea (Folk Metal)
  • ÆTHER REALM - Tarot (Folk Metal/Melodic Death)
  • ELUVEITIE - Evocation II: Pantheon (Celtic Folk)
  • OSI AND THE JUPITER - Uthuling Hyl (Dark Folk)
  • SKYCLAD - Forward Into The Past (Folk Metal)
  • CELLAR DARLING - This Is The Sound (Folk Metal/Rock)

(Modern-) Melodic Death Metal/Core aller Art:

  • THREAT SIGNAL - Disconnect (Melodic Death Metal/Metalcore)
  • SHADOW OF INTENT - Reclaimer (Deathcore)
  • ENTERPRISE EARTH - Embodiment (Deathcore)
  • A NIGHT IN TEXAS - Global Slaughter (Deathcore)
  • TRIVIUM - The Sin And The Sentence (Melodic Death Metal)
  • BORIS THE BLADE - Warpath (Deathcore)
  • EMMURE - Look At Yourself (Deathcore/Nu Metal)
  • CONVERGE - The Dusk In Us (Chaotic Hardcore)
  • RINGS OF SATURN - Ultu Ulla (Technical Deathcore)
  • ARCH ENEMY - Will To Power (Melodic Death Metal)
  • BODY COUNT - Bloodlust (Oldschool Hardcore/Crossover)

Other:

  • CHELSEA WOLFE - Hiss Spun (Drone/Doom/Experimental)
  • GRAVE PLEASURES - Motherblood (Post-Punk)
  • HELLO BLACK HOLE - In No Good Hand (Post-Punk)
  • SOROR DOLORSA - Apollo (Post-Punk/Gothic Rock)
  • AMENRA - Mass VI (Post-Metal/Hardcore)
  • HERETOIR - The Circle (Post-Metal/Shoegaze)
  • ULVER - The Assassination Of Julius Caesar (Synthpop/Experimental)
  • HORTE - Horte (Dark Ambient/Psychedelic/Experimental)
  • DIE APOKALYPTISCHEN REITER - Der rote Reiter ("Reiter Metal" eben)
  • SÓLSTAFIR - Berdreyminn (Synthpop/Atmospheric Rock)
  • NORTHUMBRIA - Markland (Dark Ambient)
  • NORTHAUNT - Night Paths (Dark Ambient)

Alternative / Nu Metal:

  • MY TICKET HOME - unReal 
  • OCEAN GROVE - The Rhapsody Tapes
  • CALLEJON - Fandigo

---

Die Tiefpunkte des Jahres:

  • GHOST BATH - Starmourner
  • ENSIFERUM - Two Paths
  • SUICIDE SILENCE - Suicide Silence
  • ELECTRIC WIZARD - Wizard Bloody Wizard
  • RAM - Rod

---

Konzerte des Jahres:

  • WARDRUNA - Summer Breeze 2017: Wahrscheinlich ist ein Sommerfestival nicht die allerbeste Location für eine Band wie WARDRUNA, aber ich bin bei der Bestätigung trotzdem aus allen Wolken inklusive Stuhl gefallen. Das SBOA-Team hat dann einmal mehr bewiesen, dass es in den meisten Fällen ein sehr gutes Händchen für den richtigen Slot findet, und so betraten WARDRUNA um 1:00 nachts die Hauptbühne, um die gut gefüllten Ränge - die Norweger eilen ihrem Ruf offensichtlich voraus - mit ihrer altnordischen Magie zu umgarnen. Der Sound war glasklar, er war perfekt und man konnte ein für Festivals eher seltenes Phänomen bezeugen: Das Publikum war still. Kein dämliches Gegröhle, keine lautstark geführten Unterhaltungen, gar nichts. Lediglich frenetischer Applaus setzte zwischen den Songs ein - es schien fast so, als wären die Norweger selbst überrascht gewesen, wie gut sie vom Publikum angenommen wurden. Ganz große Kunst, die WARDRUNA da erschaffen!
     
  • CHILDREN OF BODOM - Summer Breeze 2017: Als man die Finnen für das Jubiläums-Festival ankündigte, war bereits klar, dass es eine besondere Show werden würde, da auch CoB im Jahre 2017 einige Jubiläen zu feiern hatten, aber der liebe Wettergott hatte auch noch so einige Überraschungen parat, die den Gig der Bodomkinder noch grandioser gemacht haben. Bereits am Nachmittag setzte bei ELUVEITIE nach zuvor tagelanger Dauerhitze erst heftiger Platzregen, später dann ein Stürmchen mitsamt Gewitter ein, weswegen sich der Auftritt um wenige Minuten verschob. Als die Herren Laiho und Co. dann aber mit all ihrer Spielfreude und Wucht auf die Bühne stürmten und bei tosendem Regen einen Klassiker nach dem anderen zockten, war schnell klar: Viel besser geht es nicht. Die Atmosphäre im Publikum war unglaublich, der Sound überragend - Gänsehaut pur! CHILDREN OF BODOM sind aktuell in Höchstform und werden diesen Schwung definitiv mit in das Songwriting des kommenden Albums nehmen!
     
  • DARK TRANQUILLITY - Summer Breeze 2017: Es ist kein Geheimnis, dass die Schweden zu den besten Livebands im Metalkosmos zählen und beim diesjährigen Summer Breeze Open Air haben sie mal wieder bewiesen, warum das so ist. Nicht nur, dass sie nahezu alle Phasen ihrer Karriere in der Setlist unterbringen, nein, auch Mikael Stannes Charisma ist einfach ansteckend. Der Frontmann war selten auf der Bühne selbst zu finden, da er die meiste Zeit vor den Wellenbrechern mit dem Publikum interagierte und diesem massig Liebesbekundungen aussprach. Nebenbei performte er natürlich auch noch bärenstark weil emotional wie eh und je das Songmaterial und liess sich gegen Ende von einem Meer aus begeisterten Fans per Crowdsurfing zu seinem Tontechniker am Tower bugsieren, um sich bei ihm aufrichtig zu bedanken. Man konnte förmlich spüren, wie gerührt dieser unfassbar sympathische Musiker von der Atmosphäre und dem krachenden Applaus der Zuschauer war. DARK TRANQUILLITY sind die wahren Headliner, weil sie glaubwürdige Musiker "zum Anfassen" sind, die ihre Gefühle nicht verstecken und genau diese Authentizität mit ihrer Musik transportieren. Grandios!

---

Die Artworks des Jahres:

Persefone - Aathma (by Travis Smith)Bell Witch - Mirror Reaper (by Mariusz Lewandowski)
The Unguided - And The Battle Royale (by Kuang Hong)Unleash The Archers - Apex (by Ken Sarafin)
 

---

R.I.P. Chester Bennington 
R.I.P. Negru
R.I.P. Warrel Dane
R.I.P. Martin Eric Ain

You will be missed... gone, but not forgotten.


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Jahresrückblick '17 der Stormbringer-Leser
Seite 3: Redaktionsrückblick 2017: Angelika Oberhofer
Seite 4: Redaktionsrückblick 2017: Anna Buchbauer
Seite 5: Redaktionsrückblick 2017: Anthalerero
Seite 6: Redaktionsrückblick 2017: bender
Seite 7: Redaktionsrückblick 2017: Brigitte Simon
Seite 8: Redaktionsrückblick 2017: Captain Critical
Seite 9: Redaktionsrückblick 2017: Christian Wiederwald
Seite 10: Redaktionsrückblick 2017: Christian Wilsberg
Seite 11: Redaktionsrückblick 2017: Daniel Hadrovic
Seite 12: Redaktionsrückblick 2017: Florian Rosenberger
Seite 13: Redaktionsrückblick 2017: Fred Gasch
Seite 14: Redaktionsrückblick 2017: Jazz
Seite 15: Redaktionsrückblick 2017: Julian Dürnberger
Seite 16: Redaktionsrückblick 2017: Laichster
Seite 17: Redaktionsrückblick 2017: Luka
Seite 18: Redaktionsrückblick 2017: Mike Seidinger
Seite 19: Redaktionsrückblick 2017: Pascal Staub
Seite 20: Redaktionsrückblick 2017: Sonata
Seite 21: Redaktionsrückblick 2017: Stefan Graesslin
Seite 22: Redaktionsrückblick 2017: Thomas Trüter


WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: Escape
ANZEIGE