Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 26

Veröffentlicht am 16.04.2018


RICHTHAMMER (Black/Death Metal, Niederösterreich)

Ascheland

  • 1. Vorwort
  • 2. Vorbote
  • 3. Schattenzucht
  • 4. Zeugnis der Gier
  • 5. Vormarsch
  • 6. Fleischlicher Widerstand
  • 7. Todgeweiht
  • 8. Gescheitert und Verloren
  • 9. Gnade ist Tod
  • 10. Die Zerstörung
  • 11. Ascheland


Ins „Ascheland“ entführen uns RICHTHAMMER aus Niederösterreich, mit denen wir auch gleich in den härtesten Bereich dieser Underground-Expedition vorstoßen. Ein knackiger Black/Death-Bastard prügelt hier auf den Hörer ein, dessen Produktion aber leider ein wenig Druck vermissen lässt. Musikalisch lässt man dafür nichts anbrennen, zeigt sich solide und liefert ansprechend deftigen Stoff mit rollenden Riffs, Blastbeats und angemessen geschwärztem Highspeed-Geshredder, der im gefälligen Genrestrom mitschwimmt. Das Debüt der vierköpfigen Truppe kommt als ausschließlich deutschsprachiges Konzeptalbum einher, das den Untergang der Welt, wie wir sie kennen, veranschaulicht. Hier wird nichts geschönt und die gnadenlose Härte der Apokalypse in all ihren Facetten ausgiebig besungen, pardon, bebrüllt.

Am stärksten sind RICHTHAMMER, wenn sie speziell bei den Vocals deutlich in den Black Metal Bereich schielen, wie im herrlichen Gekeife bei „Gnade ist Tod“, oder auch „Todgeweiht“, das sich überdies noch durch seine Gitarrenarbeit hervortun kann. Im Gegensatz dazu wirken die „deathigen“ Vocals (exemplarisch sei hier „Schattenzucht“ angeführt), leider eher wie Bierzeltgrölen denn richtiges Growling, sodass kein wirklicher Druck dabei herauskommen mag. Das starke „Fleischlicher Widerstand“ kann trotz erwähnter gesanglicher Schwächen aber mit knackigem Chorus punkten, „Gescheitert und Verloren“ präsentiert durch seinen Abwechslungsreichtum einen sehr schönen Stimmungsaufbau und der abschließend positionierte Titeltrack „Ascheland“ überrascht mit ausuferndem Gitarrensolo und fast ein wenig proggiger Attitüde, aber liefert dabei dennoch noch einmal eine ordentliche Breitseite als Schlusspunkt. Der RICHTHAMMER saust somit zwar insgesamt mit ordentlicher Härte nieder, doch so wirklich durchschlagend mag er noch nicht wirken.
- 3/5 (Anthalerero)

Mehr voll auf den Schädel gibt es auf Homepage und Facebook-Seite der Band – und ein Hörbeispiel darf natürlich auch nicht fehlen:


 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: BAGUETTE
Seite 3: RICHTHAMMER
Seite 4: LE_MOL
Seite 5: PHI
Seite 6: UPON THY WAVES


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