Wacken 2018 – Die jungen Großen auf dem W:O:A

Text: Jazz Styx
Veröffentlicht am 29.06.2018

Alle Farben des Regenbogens

Hier folgen zu guter Letzt nun jene jungen großen Bands, die sich nicht im Heavy Metal, im Metalcore oder im Extreme Metal einordnen lassen. Ein Wühltisch von Klassik über Doom bis Progressive Metal. Wacken ist schließlich auch 2018 wieder vielseitiger als je zuvor.

Fangen wir langsam an: MANTAR machen Doom Metal und mischen ihn mit Punkrock. Sie spielen also nicht nur unglaublich langsam, sondern auch noch sehr schlecht! Nein, Spaß beiseite! Die Bremer machen seit 2012 gemeinsam Musik, die man zuletzt auf der EP „The Spell“ bewundern konnte – oder besser noch auf der W:E:T Stage am Freitag um 23:30 Uhr.

Super Grouper, Prog is gonna find me

Doomig geht es weiter. DOOL existieren erst seit 2015, sie sind keine sächsische TOOL-Coverband und mischen gemütlichen, schweren Metal mit progressiven Rock-Elementen. Die atmosphärische Tiefe der Niederländer lässt sich auf dem Debütalbum „Here Now, There Then“ genießen, oder aber am Freitag um 18:20 Uhr vor der Headbangers Stage.

Progressivität rockt! Aber metallt sie auch? Ja. SONS OF APOLLO legen das eindrücklich dar. Die Supergroup, die sich unter anderem aus Musikern der Band DREAM THEATER zusammensetzt, hat sich erst letztes Jahr geformt und gleich ihre erste Platte rausgehauen: „Psychotic Symphony“. Kreative Instrumentalisten und einen starken Hard-Rock-Gesang gibt es am Festivalfreitag um 00:25 Uhr* auf der Headbangers Stage zu vernehmen.

Ist das Metal oder kann das weg?

Ebenfalls am Freitag, aber am frühen Abend um 18:05 auf der Louder Stage, werden 2CELLOS auftreten. Wer bei den 2011 gegründeten Kroaten vermutet, dass es sich eher um klassische Musik als um Metal handeln könnte, liegt damit genau richtig. Coverversionen von Pop, Rock und Metal sind ihr Metier, mit dem sie gegen CHILDREN OF BODOM (zeitgleich auf der Faster Stage) anspielen werden. Viel Glück! Mit ihrem vierten Album „Score“ beweisen sie jedenfalls, dass sie einen Besuch wert sind.

Last and least die 2008 gegründeten AMARANTHE. Die sind ganz am Ende dieser Liste gelandet, weil ich die Hoffnung hatte, dass nicht jeder bis hierher liest und ich etwas freizügiger meine Meinung sagen kann: Diese schwedische Band kotzt mich an! Nein, der bunte Mix aus Melodic Death, Sympthonic und Power Metal sowie Metalcore ist nicht schlecht, aber das popdurchweichte Jammerstimmchen von Elize Ryd erzeugt Ekel-Gänsehaut auf der Innenseite meiner schmerzenden Trommelfelle. Alle, die grundlegend anderer Meinung sind, finden in „Maximalism“ vielleicht ein gelungenes Album und am Freitag um 11:00 Uhr auf der Louder Stage vielleicht ein gelungenes Konzert vor.

Viel Spaß auf dem Wacken Open Air 2018!


*Morgen ist ganz im Sinne der Running Order erst nach dem Aufstehen! Also handelt es sich zum Beispiel bei „Freitagnacht 00:25 Uhr“ eigentlich um „Samstagmorgen 00:25 Uhr“. Nicht, dass noch jemand weint, weil er wegen eines Missverständnisses gute Musik verpasst!


Inhaltsverzeichnis:

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Seite 4: Hier wird's extrem!
Seite 5: Hier wird's bunt!


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