Unsere heißesten Alben 2018 (to come)

Veröffentlicht am 24.08.2018

DEICIDE - Overtures Of Blasphemy (VÖ: 14.09.2018)

Tatsächlich bin ich mir nicht so sicher, ob man die neue Platte von DEICIDE, die am 14. September erscheint, allzu sehnlich erwarten muss, aber da „Insineratehymn“ 2000 mein erstes Metal-Album war, kann ich eine kleine Vorfreude nicht leugnen. Ich war quasi noch ein Kind und nahm all meinen Mut und all mein Taschengeld zusammen, um die Platte der mir bis dato unbekannten DEICIDE, die mir als die „satanistischste Band der Welt“ beschrieben worden waren, aus einem reinen Metal-Musikladen zu holen. Wie habe ich den Hass auf Religion damals gefeiert. Heute finde ich das Death-Geknüppel etwas öde, aber trotzdem lässt mich das dräuende „Overtures Of Blasphemy“ nicht kalt. Einen Vorgeschmack liefert „Excommunicated“. (jazz)


 

FIT FOR A KING - Dark Skies (VÖ: 14.09.2018)

Die wenigsten werden sie auf dem Zettel haben, aber für mich gehören FIT FOR A KING mit ihrem kommenden Metalcore-Koloss „Dark Skies“ zu den Favoriten des laufenden Jahres. Die Texaner scheinen in Sachen Atmosphäre, Sound und Songwriting gewaltige Sprünge gemacht zu haben und könnten mit ihrem nächsten Album endlich die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zusteht. Wie eine Wand treten dem Hörer die bisher veröffentlichten Singles entgegen, wenn sich beispielsweise das brachiale Intro von „Tower Of Pain“ in die Gehörgänge frisst. Melodisch, dunkel, ehrlich – so klingt FIT FOR A KING ’18. (L.P.)


 

THRICE - Palms (VÖ: 14.09.2018)

Bedürfen THRICE wirklich noch einer Vorstellung? Ich will es doch nicht hoffen. Nach vier Jahren kehrt eine der wichtigsten Bands im Alternativ Rock und Melodic Hardcore endlich mit neuem Material zurück. THRICE zeigen sich bisher gewohnt sparsam der Vorabveröffentlichung von Singles und so bekamen Fans bis jetzt „The Grey“ und Only Us" zu hören, die durch die Kombination alter und neuer Elemente einen vielversprechenden Mix ergaben. Wie stark „Palms“ allerdings tatsächlich von seinen Vorgängern geprägt sein wird, bleibt abzuwarten. Aber sind wir ehrlich: Wenn die neue Platte nur halb so gut wird wie das 2014 veröffentlichte „To Be Everywhere Is To Be Nowhere“, steht auch hier dem Kultstatus nichts im Wege. (L.P.)


 

ANAAL NATHRAKH - A New Kind Of Horror (VÖ: 28.09.2018)

Wenn ein Kettensägen jonglierender Preditor einen Blut brechenden Schreikrampf bekommt, mag man ihm noch immer Adjektive wie „süß“ und „niedlich“ nachwerfen, wenn man die Gewaltästhetik von ANAAL NATHRAKH danebenstellt. 2016 erschien mit „The Whole Of The Law“ die neunte LP der 1999 zusammengefundenen Briten. Am 28. September wird nun ein neues Meisterwerk des Industrial Extreme Black Noise Grind erwartet. Recht gibt diesen Erwartungen die grandiose Vorab-Auskopplung „Forward!“ mit dem wundervollen Kontrast gespenstisch hellen Seufzens und bitter zerfetzender MG-Drums. Da erscheint der Titel der zehnten Platte wie ein wahnsinniges Versprechen: „A New Kind Of Horror“. (jazz)


 

BEARTOOTH - Disease (VÖ: 28.09.2018)

Der Erfolg will einfach nicht abreißen: Nachdem BEARTOOTH mit ihrem Debüt „Disgusting“ komplett durch die Decke gingen und den Hype anno 2016 mit „Aggressive“ noch weiter verteidigten, bleibt die Truppe rund um Mastermind Caleb Shomo dem Zweijahresrhythmus treu und beschert uns in diesem Jahr mit „Disease“ LP Nummer drei. Die bisherigen Singles klingen astrein, der Sound der vergangenen Platten scheint sinnvoll weiterentwickelt zu sein, und so platzieren sich auch BEARTOOTH in gewohnt hochwertiger Manier in meinen am heißesten erwarteten Releases des Jahres 2018. (L.P.)


 

STRATOVARIUS - Enigma: Intermission II (VÖ: 28.09.2018)

Das alte Eisen kehrt zurück und hat Altbekanntes im Gepäck! STRATOVARIUS gehören schon seit langem zu den Glanzsternen am Power-Himmel. Auch nach dem großen Bruch zwischen Tolkki und Kotipelto, nach welchem sie getrennte Wege gingen und mehr melodische Eingängigkeit zu Lasten von Bombast in die Songs einzog, wollten weder Name noch Band ins Nirvana verschwinden. Auf „Enigma: Intermission II“ hört nun der neue Silberling und bietet neben neuen Songs auch rares, altes Bonusmaterial in neuem Gewand – Tracks, die noch nie auf CD gepresst wurden, Bonustracks von japanischen Releases, Orchesterversionen und ähnliches. Ob die Scheibe nun als Filler oder vielleicht doch als heißes neues Album geahndet werden wird, wird man erst am Release-Tag, dem 28. September, selbst herausfinden können. Aber die bisherigen Auskoppelungen versprechen altbekannte, klebrige Ohrwürmer und schöne Hymnenlastigkeit. Perfekt für alle, die einen gehörten Song gern drei Tage am Stück mit sich herumtragen und ihn nur dann loswerden können, wenn sie ihn mit einem anderen akustischen Kaugummi austauschen können. (L.R.)

WALKING DEAD ON BROADWAY - Dead Era (VÖ: 28.09.2018)

Deutschlands Deathcore hatte bis vor Kurzem einen König. Dann verließ Robert Horn WALKING DEAD ON BROADWAY. Das war traurig, auch weil abgesehen von NEAERAs Benny Hilleke kein harter Shouter derart liebevoll-sympathisch mit dem Publikum umgehen konnte. Nun ist Nils Richber bei der Leipziger Breakdown-Brutalisten-Bande fürs beherzte Brüllen zuständig. Das macht er echt gut und sieht dabei auch noch ebenso gut aus – das beweist er mit den beiden exzellenten Vorab-Hits „Hostage To The Empire“ und „Gospel Of The Kingdom“, die nicht nur starken Anschluss, sondern auch interessante Weiterentwicklung seit „Slaves“ offenbaren. Da wartet man doch gespannt auf die erste Platte von den Broadway-Zombies in der Nils-Ära: „Dead Era“. (jazz)


 

KNORKATOR - Widerstand ist zwecklos (VÖ: 00.09.2018)

Ich hörte jüngst die Aussage, der KNORKATOR-Witz sei längst auserzählt, aber live seien sie noch ganz gut. Leider kann ich der ersten Hälfte dieser Aussage nicht so sehr widersprechen, wie ich gern würde. Aber da mich durchaus interessiert, womit Stumpen, Alf Ator, Buzz Dee und Co. das Live-Publikum – also auch mich – in Zukunft belästigen werden, freue ich mich schon aufs auditive Reinschielen bei den Berlinern. Außerdem gilt bei Deutschlands meister Band der Welt sowieso „Widerstand ist zwecklos“, also feiert die Scheiße, verdammt noch mal! (jazz)

 

 


 

VISUAL INSANITY - Virtual Escape (VÖ: 00.09.2018)

Vielversprechend ist das progressive Gefrickel der jungen Hamburger VISUAL INSANITY. Bislang haben die talentierten Fusion-Rocker um Julian Seiler (siehe auch MYOSOTIS) noch keine Platte draußen. Umso gespannter darf man auf das Debüt-Album „Virtual Escape“ sein, das voraussichtlich im September seinen Weg in die Gehörgänge der Fans von Elektronic Rock und Metal finden wird. Die Liebe zu Videospiel-Themes wird sich darin genauso wiederfinden wie Jazz- und Ambient-Klänge. Bereits erschienene Titel wie das Zelda-Cover zu „Breath Of The Wild“ und das eingängige „Midnight Explosion“ beweisen das. (jazz)

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: September
Seite 3: Oktober
Seite 4: November
Seite 5: Ohne VÖ, aber bestimmt noch 2018!


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