Flusensieb Mini #12 – 3 übersehene Platten

Veröffentlicht am 26.09.2018

Das Flusensieb ist der letzte Halt, bevor unbeachteter Metal in die Kanalisation gespült wird. Manchmal verdienen diese Klänge viel mehr Aufmerksamkeit, als sie erhalten, manchmal weiß man danach, dass sie auch wirklich verschwinden dürfen. Diesmal wird ein Blick auf Symphonisch-Technisch-Melodisches aus den Staaten geworfen. Außerdem bieten einige Bremer, wonach RAMMSTEIN-Fans dürsten und Freunde der Ex-Melo-Deather in Flammen könnten beim epischen Geflügel Freude finden. Viel Spaß!

 


 

INFERI – Revenant

INFERI schicken ihre vierte LP über die Ladentische. Dabei bauen die Amerikaner auf einem äußerst gepflegten Melodic Death Metal auf. Der alleine wäre schon die ein oder andere Lobeshymne wert. Allerdings lassen sie sich – neuerdings mehr denn je – für ihre hervorstechende Technik feiern. Brillant gespielte Instrumente! Aber das ist noch nicht alles! Wenn Sie jetzt bestellen, erhalten sie feinste Symphonic und eine äußerst professionelle Extrem-Guttural-Stimme gratis dazu! „Revenant“ liefert das Material, aus dem bleibende Platten geschmiedet werden. Massive Hörempfehlung! (jazz)

 


 

TAINA – Seelenfresser

Nach einiger Umtriebigkeit seit der Gründung 2010 haben es die Bremer Hansestädter von TAINA erstmals zu einem vollständigen Album geschafft. Die Promochefin bei Stormbringer meinte: „Wenn RAMMSTEIN plötzlich Gitarrensoli spielten“. Damit hat sie natürlich recht. „Seelenfresser“ ist RAMMSTEIN, manchmal beschwingter, mit etwas mehr Plastik, aber nahezu jeder Song könnte auch von den deutschen Giganten stammen. Nicht schlecht, aber so originell wie Toastbrot mit Backfisch. Eineinhalb von fünf Punkten. (C.W.)

 


 

ENGEL – Abandon All Hope

ENGEL aus Göteborg sind wohl so etwas wie IN FLAMES, nur eben kleiner. Niclas Engelin ist im Zweitberuf auch bei IN FLAMES am Werken. „Abandon All Hope“ tendiert allerdings schon sehr in Richtung der Flammenden. Epischer Breitwand-Melo-Death mit sehr modernem Sound, flächigen Gitarren und den typischen, generischen Vocals. Glücklicherweise verstecken sich einige starke Melodien vor allem anfangs auf dem Album. „Moderner Metal“, leicht über dem Durchschnitt! Fre av fem poäng – drei von fünf Punkten. (C.W.)

 


 

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