Aus dem Re-Release-Regal: CHASTAIN - 30 Years Heavy

Veröffentlicht am 28.09.2018


"The Voice Of The Cult" (Re-Release 26.10.2018)

Seite A
1. The Voice Of The Cult
2. Live Hard
3. Chains Of Love
4. Share Yourself With Me
5. Fortune Teller
6. The Voice Of The Cult (instrumental, Bonustrack)
Seite B
7. Child Of Evermore
8. Soldiers Of The Flame
9. Evil For Evil
10. Take Me Home
11. Evil For Evil (instrumental, Bonustrack)


Dass „The Voice Of The Cult“ inzwischen schon 30 Jahre auf dem Buckel hat, merkt man der Platte zu keiner Zeit an. Vor allem nicht im vorliegenden Remastering, das die CHASTAIN-eigene Mischung aus YNGWIE MALMSTEEN-Gitarrenepik und getragenen WARLOCKschen Refrains perfekt zur Geltung bringt. Man kann ja von Remastering halten was man will, doch hier ist die Sache vollauf aufgegangen – der Sound ist klar und organisch ausgefallen, atmet den Spirit der 80er, bringt aber trotzdem einem frischen Touch mit, der ihn auch in den heutigen, hochtechnisierten Zeiten mithalten lässt.

Über die Songs selbst kann man dann fast nur Gutes sagen, denn vom Fleck weg verstehen es CHASTAIN, das Publikum voll an den Eiern zu packen und nicht mehr loszulassen. Schon der Opener und Titeltrack „The Voice Of The Cult“ schüttelt ein Riff zum Niederknien aus dem Ärmel und zeigt Leather Leone von ihrer besten Seite. Das groovende „Chains of Love“ oder das stampfende „Share Yourself With Me“, mit seinem galoppierenden Riffing, lassen den Hörer ebenfalls nur schwer wieder los. Düster, nahezu bedrohlich rockt und rifft „Soldiers Of The Flame“ mit geradezu militärischem Rhythmus durchs Gebälk, während der Uptempo-Song „Evil For Evil“ ordentlich ranklotzt. Beeindruckend balladesk mit wahrhaft ausladender Atmosphäre beschließt ein noch einmal überwältigend dargebotenes „Take Me Home“ das Album.

Als Bonustracks gibt es Instrumentalversionen des großartigen Titeltracks „The Voice Of The Cult“ sowie von „Evil For Evil“ auf die Ohren, die nach der herausragenden Gesangsleistung von Leather Leone die musikalischen Qualitäten von CHASTAIN ins rechte Licht rücken.

Wie viele der heutigen Bands wohl ihre Einflüsse aus diesen leider oft verkannten Klassikern gezogen haben..? „The Voice Of The Cult“ sollte wirklich in keiner Plattensammlung fehlen! Speziell jüngere Semester, die gerade erst auf Entdeckungstour durch die älteren Must-Haves des klassischen Heavy Metal sind, sollten hier unbedingt zuschlagen – das Album stellt songwriterisch auch heute noch so einiges an akribisch produziertem Schwermetall in den Schatten.


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: The 7th Of Never
Seite 3: The Voice Of The Cult


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