Flusensieb Mini #17 – 3 übersehene Platten

Veröffentlicht am 24.10.2018

Ein Flusensieb fängt Fussel aus Waschmaschine und Wäschetrockner auf. Parallel dazu fängt das Flusensieb Mini Platten aus dem Stormbringer auf, die kein Mensch je zuvor gehört hat. Na ja, jedenfalls kein Redakteur bei Stormbringer. Hier wird fürchterlicher Gesang und mittelmäßiger Psychedelic Rock vorgeführt. Auch Gitarrengeschwurbel und Abwechslungsreichtum kommen zur Sprache. Sogar kreativer und doch altmodischer Thrash hat hier seinen Platz. Viel Spaß!

 


 

MOTOROWL – Atlas

Was MOTOROWL auf „Atlas“ gut machen, ist der Doom Metal, der Stoner Rock und das ihn umfassende Songwriting. Fast der gesamte Instrumentaleinsatz zeugt von Können und macht Freude im Ohr. Mittelmäßig mag Manchem der etwas zu massive Psychedelic-Rock-Einsatz am Keyboard erscheinen. Fürchterlich wird es, wenn der Gesang einsetzt. Das merkwürdige Gejaule, bei dem man sich fragt, ob der Köter es noch zum Tierarzt schafft, erscheint, als hätte man den Sänger direkt vom Midnight-Karaoke in der Sushi-Bar weggecastet. Natürlich ist das eine fiese Überzeichnung und sicherlich wird es Ohren geben, die das Werk der Thüringer hart feiern. Meine gehören jedoch leider eher nicht dazu. (jazz)

 


 

THY CATAFALQUE – Geometria

„Geometria“ ist der nunmehr achte Streich von THY CATAFALQUE aka Tamás Kátai, über das sich im Vergleich zu vorangegangenen Alben eher negativ geäußert wurde. Diesen Äußerungen kann ich mich nur bedingt anschließen. Einlullende Orgel-Klänge finden hier genauso Platz wie Synthesizer und Gitarrengeschwurbel. Letzteres ist allerdings nur vereinzelt vorzufinden, weshalb man definitiv in der Stimmung für reduzierte Gitarrenklänge und ruhiger gehaltene Klangwelten sein sollte. „Geometria“ setzt vielleicht kaum auf Metal-Elemente, kann dafür aber auf anderer Ebene mit Abwechslungsreichtum und Komplexität aufwarten, die den Einfallsreichtum von Tamás Kátai erneut hervorheben. (AO)

 


 

NATIONAL NAPALM SYNDICATE – Time Is The Fire

Der Dinosaurier NATIONAL NAPALM SYNDICATE besteht schon seit 1986, auch wenn zwischendurch elf Jahre pausiert und beinahe jedes Bandmitglied durchgetauscht wurde. Ihre dritte LP „Time Is The Fire“ liefert einen starken, altmodischen Thrash Metal mit Speed- und Heavy-Infusionen sowie einer grundlegenden Vielfältigkeit, die Spaß macht, aber ernst und gut strukturiert scheint. Die Wechsel zwischen nahezu experimentellen Ausflügen und präziser Genretreue sind die Stärken der Finnen. Fans von Heavy und Thrash Metal sollten mal reinhören, aber auch andere könnten sich mittels dieser Platte mit den Genres anfreunden. Ein bisschen Begeisterung für die „guten alten Zeiten“ braucht man allerdings. (jazz)

 


 

Mehr Flusensieb!


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