Flusensieb Mini #18 – 3 übersehene Rock-Platten

Text: Jazz
Veröffentlicht am 31.10.2018

Neulich erst drehte sich beim Flusensieb, dem Netz, das sich auf den Beifang, also die weniger beachteten Platten, konzentriert, alles um Rock. Heute soll das wieder so sein. Dabei geht es zuerst in die Gefilde des rockigen Rocks jenseits des Rockpopradiorumgerödels, bevor Rock, Rap und Punk zu einigen sehr guten Songs verarbeitet werden. Abschließend gibt es dann noch amerikanisches Westernfeeling mit Hut im Saloon. Viel Spaß!

 


 

DEAD MAN'S BOOGIE – Devil Nation

Yeah! Richtig schön solide weggerockt! Klassisch, aber nicht unmodern spielen sich DEAD MAN'S BOOGIE mit „Devil Nation“ ins Ohr. Dabei werden Elemente aus Alternative und Stoner Rock in den Hard Rock verbaut. Also rockiger Rock, aber jenseits des reduzierten Rockpopradiorumgerödels. Karlsruhe beherbergt dieses durchaus einfallsreiche Quartett, das mit „Not A Hero“ ein langes und gefühlvolles Kernstück auf seiner neuen Platte platziert hat. So bekommt man sogar Menschen, die Rock weitgehend nur für Light-Metal halten, zum respektvollen Kopfnicken. Für viel mehr reicht es bei der Extreme-Fraktion aber wohl nicht. Heavy-Guys und -Lads, ihr dürft ein Ohr riskieren! (jazz)

 


 

SHOSHIN – A Billion Happy Endings

Der Kern von SHOSHIN ist Rock. Oft recht starker Indierock, der mal mehr, mal weniger an TWENTY ONE PILOTS erinnert. Durchwachsen ist dieser Rock mit Rap, also Sprechgesang. Andererseits gibt es viele altmodischere, klassischere Rock-Elemente auf „A Billion Happy Endings“ – leider, denn das scheinen eindeutig die schwächeren Bemühungen der britischen Band zu sein. Wiederum gegensätzlich sieht es in den punkigen Part aus. Empfehlen kann ich den ersten und den letzten Song: „The Enemy“ und „Thanks But No Thanks“. Beides wirklich starke Nummern. Dazwischen ist leider auch skipbares Material. Einige sehr gute Songs machen noch kein sehr gutes Album, aber es bleiben sehr gute Songs! (jazz)

 


 

BUILDING CHAOS – Bourbon Times

Irgendwo im ländlichen Süden der US of fucking A sitzt ein Wildwest-Veteran in einem Saloon und kippt einen Bourbon – nicht sein erster, nicht sein letzter. Was man diesem Mann nicht anmerkt, sind seine griechischen Wurzeln. BUILDING CHAOS aus Athen kombinieren Hard, Southern, Blues und Stoner Rock auf möglichst allround-amerikanische Weise zu einem Western-Soundtrack der vielseitigen Art. Da ist nicht viel Neues dabei, aber es macht genug Spaß, dass man sich den Hut zurechtrücken, die staubige Weste abklopfen und ebenfalls den ein oder anderen Drink bestellen möchte. „Bourbon Times“ ist bestes oldschool America feeling pur! (jazz)

 


 

Mehr Flusensieb!


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