Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 32

Veröffentlicht am 13.12.2018


 

THE TRACT (Neo Thrash/Melodic Death Metal, Tirol)
 

Deceit Near Dignity

  • 1. Linear Lives
  • 2. Breaking The Surface
  • 3. Our Burden
  • 4. Lost
  • 5. Deceit Near Dignity
  • 6. Facing Trepidation
  • 7. Death O'Clock
  • 8. Does It Matter
  • 9. Sick Of It
  • 10. Essence Of Presence


Im heiligen Land Tirol ist man gerne auf härtere Klänge spezialisiert – im Falle von THE TRACT stimmt das auch. Der Fünfer aus Innsbruck hat sich einer Mixtur aus Neo-Thrash und Melodic Death verschrieben, schert sich keinen Deut um elendslange Solos und versenkt lieber den akustischen Springerstiefel mit Genuss in den edelsten Teilen. Auf ihrem vorliegenden Debütalbum „Deceit Near Dignity“ lassen sich THE TRACT nicht lumpen und setzen auf eine starke, vielleicht etwas steril klingende Produktion, mit der sie sich aber dennoch vom Fleck weg im guten Mittelfeld platzieren können.

Musikalisch tun sich die Tiroler vor allem durch spielerische Klasse hervor, die brachialen Riffs und rollenden Gitarrenläufe sitzen punktgenau und auch das schön akzentuierende Schlagzeug kann nebst präzisen Geschwindigkeitseruptionen punkten. THE TRACT bemühen sich redlich ihre eigenen Trademarks zu bilden, verlieren dabei aber bisweilen etwas die Abwechslung aus den Augen und setzen auf allzu enge Muster. Dabei wäre bei Titeln wie dem epischen „Breaking The Surface“ oder knackigen Tempobolzen wie „Our Burden“ oder „Facing Trepidation“ noch deutlich mehr drin. Zwischen eher thrashig orientierten Songs wie dem Titeltrack „Deceit Near Dignity“ zeigen sich THE TRACT auch gerne moderner orientiert und spielen oftmals mit Halftime-Parts („Death O'Clock“) und überraschen bei „Does It Matter“ sogar mit Clean Vocals. Auf den ersten Hördurchlauf wirken diese etwas unpassend und mit dem Albenkontext brechend, offenbaren dann aber dank starker gesanglicher Performance doch etwas Abwechslung im ansonsten eher gleichförmigen Songmaterial. Hier könnten sich THE TRACT gerne noch etwas mutiger zeigen, geht das Debüt doch, trotz hoher musikalischer Qualität, noch ein wenig zu sehr auf Nummer sicher. Das mag jetzt vielleicht nach viel Kritik in so wenigen Zeilen klingen, doch in dieser Truppe steckt enormes Potenzial, das nur darauf wartet, ausgeschöpft zu werden.
- 3,5/5 – Anthalerero

Neugierig geworden? THE TRACT findet ihr zum Beispiel bei Facebook – und eine akustische Kostprobe haben wir ebenfalls:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: WELTENBRANDT
Seite 3: GREY CZAR
Seite 4: VERTILIZAR
Seite 5: BTM
Seite 6: THE TRACT


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