Flusensieb Mini #28 – 3 übersehene Extreme-Platten

Veröffentlicht am 15.12.2018

Das Flusensieb Mini ist wie der Sicherheitsgurt im Auto. Niemand wollte gegen den Baum fahren, aber wenn man es doch tut, hilft der Gurt. Bei Stormbringer wollte niemand diese drei Extreme-Metal-Platten übersehen, aber es ist passiert und so sind sie hier gelandet. Zuerst bekommen wir Death von einem internationalen Mähne-kreisen-Duo, dann Pagan-Livebeschallung von zwanzig Jahre alten Karpaten-Fans und schließlich eine Black-Metal-EjaKULTation mit frostklirrenden Tremolos. Viel Spaß!

 


 

HEADS FOR THE DEAD – Serpent's Curse

Wie aus dem Nichts erschienen plötzlich HEADS FOR THE DEAD, ein Zwei-Mann-Projekt bestehend aus Jonny Pettersson (u. a. WOMBBATH) und Ralf Hauber (u. a. REVEL IN FLESH). Das internationale Duo spielt Death Metal alter Schule, der in allen Tempobereichen Mähnen kreisen lässt. Auf „Serpent's Curse“ reißen langsam schleppende Nummern genau so mit wie Uptempo-Abrissbirnen im Berserkermodus. Stellenweise fühlt man sich sogar in alter BOLT-THROWER-Manier wie vom Panzer überfahren. Die Gitarren dominieren den rohen, aber etwas verrauschten Sound. Durch die Fokussierung auf Bässe richten HEADS FOR THE DEAD ein regelrechtes „Bassaker“ an und knallen dem Hörer ein dickes Brett vor den Kopf. 16 von 20 Punkten. (Lord)

 


 

PAGANLAND – XX Years of Paganland

Die Ukrainer von PAGANLAND kredenzen uns mit „XX Years of Paganland“ ein Livealbum, auf dem besonders das jüngste Album „From Carpathian Land“ präsentiert wird. Die Live-Performance der Band ist beeindruckend, jede Note sitzt auf den Punkt und die Spielfreude ist durchgehend hörbar. Die Mitschnitte sind von sehr guter Qualität und machen den Studioaufnahmen beinahe Konkurrenz. Besonders bei älteren Stücken besteht hier ein deutlicher Mehrwert. Die Ansagen und das Publikum halten sich dezent im Hintergrund und erklingen meist nur kurz zu Beginn oder Ende eines Songs. So kann man „XX Years of Paganland“ im Grunde wie ein normales Studioalbum hören und genießen. Acht von zehn Punkten. (Lord)

 


 

KULT – The Eternal Darkness I Adore

Wer hätte gedacht, dass es ausgerechnet im sonnigen Italien so kalt sein kann? Denn wenn KULT mit „The Eternal Darkness I Adore“ auflaufen, dann gefriert dem Koch die Suppe über dem Feuer. Das Quintett bietet fesselnden Oldschool Black Metal mit einer rohen und auf die Gitarren fokussierten Produktion, die dankenswerterweise von schlimmeren Trommelfelltorturen befreit ist. KULT präsentieren einen ansprechenden Mix quer durch die schwarzmetallische Landschaft. Von frostklirrenden Tremolos über Atmosphären-Leads der Marke MGŁA bis hin zu gelegentlichem Death-Gesäge lassen die Schwarzheimer nichts missen und liefern eine wahrhaftige Black-Metal-EjaKULTation ab. 40 von 50 Punkten. (Lord)

 


 

Mehr Flusensieb!


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