Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 33

Veröffentlicht am 21.01.2019


UNDER DESTRUCTION (Melodic Death Metal, Steiermark)


Deliverance

  • 1. The End
  • 2. Absence Of Light
  • 3. Kult
  • 4. Cleansed From Dust And Ashes
  • 5. Hunters And Prey
  • 6. Mountain
  • 7. Deliverance


Göteborg ist in der Steiermark. Das könnte man zumindest meinen, wenn man UNDER DESTRUCTION aus der Steiermark auf ihrem neuesten Wurf „Deliverance“ hört. Wenn man dann noch dazu addiert, dass die Truppe mit ihrem Bassisten gleich den Toningenieur samt eigenem Studio im Talon hat, der dem Scheibchen einen höchst ansprechenden organischen Sound mit deftigem Schub spendiert hat, dann weiß man schon, was die Stunde geschlagen hat. UNDER DESTRUCTION sind auf der brachialeren Seite des melodischen Todesbleis zuhause und zelebrieren die Stilistik zwischenzeitlich mit einer Lockerheit, dass dir die Ohrwaschln schlackern. Feinstes Aggro-Geschrei trifft auf brodelnde Riffs aus tief in den Keller gestimmten Gitarren und treibende Basslinien und versteht es dabei, das Blut der krawallhungrigen Meute mittels des vorliegenden Konzeptalbums so richtig in Wallung zu versetzen.

„The End“ (So einen Titel als Opener zu verwenden, ist ein Blattschuss ins Humorzentrum des Rezensenten – danke!) beginnt ruhig, ehe rollendes Riffing die erste Schneise in die Flimmerhärchen des Gehörgangs walzt. Über den epischen Brecher „Absence Of Light“ geht es weiter zu „Kult“, das so richtig knallt. Ab mit den Gitarren in den Keller und dann an der Basis rumpeln, dass es die Fundamente zerbröselt! Das Teil stampft so bleischwer, dass es dir bei vollem Bewusstsein die Beißer aus der Kauleiste stemmt – wenn dich nicht vorher schon der Aggro-Gesang von Fronter Daniel ins Koma gebrüllt hat. Nach dem Instrumentalstück „Cleansed From Dust And Ashes“, das durch gekonnten Stimmungsaufbau besticht, liefert das räudige „Hunters And Prey“ erneut eine volle Breitseite aus der garstigen Ecke und gefällt dabei vor allem durch sein variantenreiches Gegurgel. Auch das groovende „Mountain“ ist alles andere als schwachbrüstig und der abschließende Titeltrack „Deliverance“ ist dann ein gar episches Unterfangen, das sowohl breitwandig riffend einher kommt, als auch so richtig zu böllern versteht.

Und jetzt sag mir mal einer, warum die UNDER DESTRUCTION noch nicht bekannter sind?! Was die Truppe hier abliefert hat nämlich auch ohne weiteres auf dem internationalen Parkett bestand.
- 4,5 / 5 (Anthalerero)

Jetzt aber ab auf die Homepage (oder meinetwegen auch Facebook-Seite) der Herren, aber erst nachdem ihr euch von dem folgenden Musikvideo pflichtschuldig eine anständige Gnackwatschn abgeholt habt:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: ELLENDE
Seite 3: DEATHTALE
Seite 4: SMELTZ
Seite 5: UNDER DESTRUCTION
Seite 6: REVEREND BACKFLASH


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