Die zehn... schrägsten Stormbringer-Reviews

Veröffentlicht am 31.12.2018

Zugegeben, als Redakteur eines Online-Magazins hat man es schon leicht. Man unterliegt keinen engen Zeitplänen und rigorosen Deadlines, man muss sich nicht mit militärischer Präzision an eine in Stein gemeißelte Zeichenanzahl halten – und nicht zuletzt muss man weder für bezahlte Artikel werbetexten, noch sich in irgendein stilistisches Korsett zwängen lassen. Das eröffnet naturgemäß auch der ein oder anderen Stilblüte die Möglichkeit, sich zu entfalten, wenn man es gerade für eine gute Idee gehalten hat, vollkommen übermüdet oder mit gefühlten vier Promille intus die Rezension für das soundsovielte Album von Band XY in die Tastatur zu hacken, oder im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte einen Clown am Stück verspeist hat und nun seinem dergestalt inhalierten komischen Talent freien Lauf lassen möchte.

Das alles ist im Online-Journalismus möglich, ja, manchmal sogar erwünscht. Bisweilen liefern die eintrudelnden Promos solche Steilvorlagen, dass es eine Schande wäre sie auszulassen und manchmal schaukeln sich die internen Diskussionen über ein Album dermaßen hoch, dass am Ende eine höchst surreale Besprechung daraus hervorgeht. Oder der Redakteur beginnt einfach nur ein wenig abzuschweifen, durch den Kosmos der Themenkreise zu mäandern und sich schließlich von der Verbindung zur realen Welt abzukoppeln und in ein Universum aus in sich verdrehten Themensträngen einzutauchen, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt. Zugegeben, mit letzterem sind einige unserer Redakteure ziemlich vertraut.

Natürlich versuchen wir, euch immer die möglichst objektivsten Besprechungen aus einem möglichst breit gefächerten Genrekreis zu liefern, doch manchmal, da gehen die Pferde mit unseren Schreiberlingen einfach durch. In Anbetracht der oft köstlichen, manchmal verstörenden, aber immer hochunterhaltsamen Ergebnisse darf es auch gerne einmal ein bisschen Anarchie im Alltag der Seriösität sein. So haben wir für euch die zehn schrägsten Reviews der letzten Jahre ausgegraben, um sie mit euch noch einmal Revue passieren zu lassen.

Macht euch bereit auf hochwissenschaftliche Abhandlungen, epische Heldengeschichten, musikpolitische Brandreden und Ausflüge in bizarre Welten, an deren Ende womöglich ein Hamster in eurem Rektalkanal landet.


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: ... warum eigentlich nicht?!
Seite 3: Platz 10: Hochtrabenes Heldenepos
Seite 4: Platz 9: Wissenschaftliches Bad
Seite 5: Platz 8: Psychoaktive Musik
Seite 6: Platz 7: Tentakel im Thalamus
Seite 7: Platz 6: Genie und Wahnsinn
Seite 8: Platz 5: Brandreden
Seite 9: Platz 4: Sexuelle Mileustudien
Seite 10: Platz 3: Alphamännchen auf Abwegen
Seite 11: Platz 2: Dadaismus
Seite 12: Platz 1: Degeneration


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