Der Stormbringer Jahresrückblick 2018

2018 - endlich wieder ein (musikalisch) gutes Jahr! Beim Rückblick über die Highlights fällt es schwer, aus der großen Auswahl die Preisträger herauszupicken.

Das ALBUM DES JAHRES war dann aber doch relativ eindeutig, OBSCURA haben mit "Diluvium" die beste Scheibe ihrer Karriere herausgehauen. Die eindrucksvollen aber inhaltsleeren Prog-Dudeleien (siehe "Omnivium") sind wieder reduziert worden, und man ist zurück zu den Wurzeln im technisch-melodischen Death Metal zurückgekehrt. Eindrucksvoll!

 

 

Gleich dahinter scharen sich ein paar weitere Kapazunder: OMNIUM GATHERUM bestätigen mit "The Burning Cold" ihre starke Form; BEYOND CREATION schaffen es auch auf "Algorythm" wieder einmal, Münder staunend offen stehen zu lassen; IHSAHN schafft auf "Àmr" wieder einmal den Spagat zwischen knarzigem Black Metal und Prog; im technischen Death Metal zeigen PSYCROPTIC ("As The Kingdom Drowns") für Australien auf.

Ein weiteres Zeichen für ein gutes Jahr: nur eine ENTTÄUSCHUNG DES JAHRES! RIVERS OF NIHILs "Where Owls Know My Name" war ein seltsames Machwerk, mutig, aber dann doch deutlich daneben. 

Einen SONDERPREIS gibt es für "Shadow Work", das posthum herausgebrachte zweite Solo-Album von WARREL DANE. Wer Warrel bei seinem Auftritt Ende 2016 im Viper Room gesehen hat, hat wohl schon Böses geahnt, als ihm seine Mitmusiker die Treppen heraufhelfen mussten und von "Gesang" keine Rede mehr war. Das Album ist aber überraschend gut - kommt zwar nicht an "Praises For The War Machine" heran, ist aber trotzdem gefüllt mit Hits, und die Vocals sind trotz merkbarer Demo-Qualität genug, um das Album zu tragen. An dieser Stelle RIP für einen genialen Musiker, viel Spass im Metal-Himmel!

 

 

Auch die Insel der Seligen hat dieses Jahr viel zu bieten, allen voran ERNST MOLDEN. Das ALBUM DES JAHRES AUS ÖSTERREICH kommt von ihm, mit einer illustren Runde (Hans Theessink, Willi Resetarits u.a.) werden auf "Hurra" Klassiker von Woody Guthrie und anderen Country-Größen ins Wienerische übersetzt - da lacht das goldene Wienerherz. ERNST MOLDEN kommt auch mit einer anderen Kooperation in die Top 3, mit dem "Frauenorchester" wurde "Dei Schwesda waant" eingespielt. Und im HipHop gab es auch ein Highlight, VEARZ hat auf "Invearzion" die fettesten Beats und Rhymes am Start.

 

 

Den SONG DES JAHRES zu finden war da schon schwieriger, vor allem weil auf einigen Scheiben (siehe ALBUM DES JAHRES) eigentlich nur Highlights vorhanden sind. Am meisten ins Kleinhirn gefräst haben sich rückblickend "Tricking The Gods" (ARSIS, "Visitant"), "Twin Black Angels" (IHSAHN, "Àmr"), "Liad von an featign Mau" (ERNST MOLDEN, "Hurra"), "Clandestine Stars" (OBSCURA, "Diluvium"), "Gods Go First" (OMNIUM GATHERUM, "The Burning Cold"), "Schleich di [feat. Kessy]" (VEARZ, "Invearzion"), "Madame Satan" (WARREL DANE, "Shadow Work").

 

 

Das beste VIDEO DES JAHRES kommt aus Norwegen, bei "Lend Me The Eyes Of Millenia" schafft IHSAHN mit dem düster-reduzierten Video die perfekte Untermalung zum Song. Props gehen auch raus an VEARZ ("Fegefeia feat. Adam Delon") und unsere Lieblings-Freaks aus Frankreich PRYAPISME ("Epic Loon").

 

 

Die goldene Ananas für DAS SCHLECHTESTE VIDEO teilen sich diesmal REVOCATION für "Of Unworldly Origin" (was soll das Piratenkostüm, Herr Davidson?) und BEYOND CREATION für "The Inversion" (Mönchskutten, vergrabene Sänger, Bassisten die Kackstücke anschauen... in der Sprache der Kids: WTF?)

Als persönliche Note war 2018 das beste Jahr für mich seit langem, Job- und Locationwechsel haben zu neuen Freundschaften, spannender Arbeit und tollen Erlebnissen geführt (passt gut dazu, dass das Jahr auch musikalisch ein Hammer war!).

In diesem Sinne auch Danke an alle Mitstreiter in der Crüe, unseren El Cheffe und an euch alle, die ihr diese Zeilen lest.

2018 war super - 2019 wird noch besser. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch an alle!

 


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Seite 3: Beitrag von Angelika Oberhofer
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Seite 5: Beitrag von Anthalerero
Seite 6: Beitrag von bender
Seite 7: Beitrag von Christian Wiederwald
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Seite 22: Beitrag von Mike Seidinger
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