Flusensieb Mini #35 – 3 übersehene Platten

Veröffentlicht am 30.01.2019

Das Fallnetz des Stormbringer ist wieder am Start. Sein Name ist Flusensieb Mini und darin werden nun zum 35. Mal drei Platten abgefangen, die hier sonst keinerlei Erwähnung gefunden hätten. Dabei geht es nach Indien, wo progressiver One-Man-Metalcore gespielt wird, aber auch nach England, wo es eine Pop-Punk-Debüt-Platte für die Grunge-Rock-Sammlung gibt. Auch Ungarn bietet spannenden Stoff von Alternative Metal bis Powerballaden. Das Programm ist also mal wieder bunt. Viel Spaß!

 


 

GAIA – Aerial

„Aerial“ ist das Debüt des Projekts GAIA des indischen Multi-Instrumentalisten Abhiruk Patowary. Leider weist das Progressive-Metalcore-Album doch einige Schwächen auf. Die cleanen Vocals wirken unausgereift, die Stimmfarben der Growls greifen schwer in die Instrumentals. Drei verschiedene Musiker standen hier am Mikro; sie auseinanderzuhalten gestaltet sich schwierig. Der Einstiegssong „Aerial“ sowie der Schluss-Track „Nebulous“ unterstreichen die klaren Stärken von GAIA. Patowary beweist eindeutig Gespür fürs Instrumentale und schafft somit ein solides Grundgerüst, da ist aber definitiv noch Luft nach oben, um das Ganze ausgereifter klingen zu lassen. (AO)

 


 

BOSTON MANOR – Welcome To The Neighbourhood

Mit ihrem Pop-Punk-Debütalbum „Be Nothing“ lieferten die Jungs von BOSTON MANOR eine starke Leistung ab. Auf dem neuen Album „Welcome To The Neighbourhood“ lassen sich 13 Songs finden, die alle einen alternativen Sound besitzen – grungig und rockig mit Pop-Punk-Charakter und einer düsteren Ader. „Halo“ hat eindeutig Chartqualitäten und ist fast schon eine Art Hymne. Der Titeltrack scheint unter all den anderen Liedern unterzugehen. Sänger Henry Cox macht mit seinem Gesang jedem Refrain markant. Die Scheibe schließt mit „The Day I Ruined Your Life“, einer akustischen Ballade, die der perfekte Ausklang für die Platte ist. Fazit: Unbedingt in die CD Sammlung aufnehmen! (CAH)

 


 

ANN MY GUARD – Moira

Mit „Moira“ präsentieren die ungarischen Alternative Metaller ANN MY GUARD ihr drittes Album, das den Tod behandelt, und bestechen mit Songs wie „Elijah“ anfangs durch ein treibendes Schlagzeug, rasante Riffs und eine kraftvolle Stimme von Sängerin Eszter Anna Baumann, verlieren sich aber im Laufe des Albums zu sehr in ruhigen Klängen, die man nebenbei hört, ohne sie länger im Gedächtnis zu behalten. Die eingestreuten gefühlvollen Powerballaden á la „Roseblood“ sowie das Zwischenstück „Metéra“ lassen das Tempo einfach zu sehr ins Stocken geraten. Insgesamt liefern ANN MY GUARD aber ein gutes, wenn auch weiterhin ausbaufähiges Konzept, um auch in Zukunft von sich hören zu lassen. (AO)

 


 

Mehr Flusensieb!


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