Flusensieb Mini #40 – 3 übersehene Platten

Veröffentlicht am 06.03.2019

Das Flusensieb Mini ist die Leitplanke in der engen Kurve an der hohen Klippe der Aufmerksamkeit. Hier finden sich nun schon zum 40. Mal drei Platten, die bisher leider keine Beachtung beim Stormbringer fanden. Vielseitig komplex beginnt es diesmal in Schweden mit Elektro-NIGHTWISH-Stuff, bevor griechische Nachtwächter mir Rock, Pop, Gitarre und Synthesizer übernehmen. Den Abschluss machen leise Töne der Schwere und Metalcore-Berührungen auf vielseitige Weise. Viel Spaß!

 


 

RAVE THE REQVIEM – Fvneral [sic]

Yes! Es braucht mehr Musik, die wie eine Abrissbirne durch Genrewände bricht. „Fvneral [sic]“ klingt wie Symphonic Metal, der sich in freier Liebe mit darkened Eurodance, hardstyled Industrial, etwas Pop-Punk, etwas NDH und einem Dalek aus Doctor Who vereint. Geil, dass sie dabei irgendwie an IN THIS MOMENT erinnern. Weniger eindeutig urteile ich darüber, dass RAVE THE REQVIEM auch den NIGHTWISH-Vergleich aushalten müssen – und zwar zu Anette-Olzon-Zeiten. Verzeiht man aber die allzu düster-romanto-poppigen Kompositionen, dann ist die Debüt-Platte der Schweden ein wundervoll vielseitiges Werk, das detailreiche Tiefe mit absolut tanzbarer Eingängigkeit paart. Ich bin ein bisschen verliebt! (jazz)

 


 

NOCHNOY DOZOR – Nochnoy Dozor

NOCHNOY DOZOR – also die Wächter der Nacht stammen aus Griechenland und veröffentlichten nun ihre gleichnamige Debüt-EP. Grundsätzlich sind sie eine Rock-Band mit Pop-Elementen. Gitarren und Synthesizer werden harmonisch eingesetzt. Harmonisch aufeinander abgestimmt sind die Instrumente wie auch die beiden Vokalistinnen Lina und Revekka. Linas Gesang vermittelt etwas Tiefschwarzes; Revekka unterstützt die Hauptvokals mit ihrem Backing-Gesang. Hinter jedem Track steckt ein nicht erkennbares Muster. Das Gesamtwerk ist in einem eigenen, schlichten und speziellen und sehr detaillierten Stil, der sich auf sehr hohem Niveau bewegt. Insbesondere der Gesang der zwei Ladys verdient Gehör. (CAH)

 


 

THE DISASTER AREA – Alpha // Omega

Äußert emotional setzen sich THE DESASTER AREA auf „Alpha // Omega“ mit schmerzhaften Themen auseinander. Dabei sind sie mal wütend, mal traurig, mal nachdenklich und mal verzweifelt. Leise Töne der Schwere, eingängige Singalongs, abgehende Breakdowns, raue Shouts, boybandige Clean-Vocals. So weit so Metalcore. Die Münchener revolutionieren da nichts. Auch die Einflechtung von Post-Hardcore-Weltschmerz ist genreüblich. Tatsächlich stört das aber nicht. Im Gegenteil! Es gibt zwar auch typische Metalcore-Bands, die meinen Geschmack da besser treffen, aber vor allem gibt es viele, viele – auch große –, die auf meiner Liste weiter unten wären. THE DESASTER AREA berühren auf vielseitige Weise! (jazz)

 


 

Mehr Flusensieb!


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