Flusensieb Mini #42 – 3 übersehene Platten

Veröffentlicht am 20.03.2019

Das Flusensieb Mini ist wie eine semipermeable Membran. Unter allen Platten, die beim Stormbringer jüngst keine Beachtung fanden, hält es einige fest. Genau drei an der Zahl. Diesmal finden sich hier nicht sehr abwechslungsreiche melodische Todesklänge aus Spanien, Nu-Metalcore in Jump-Qualität aus New York und ostfriesische Mythologie voller atmosphärischer Dunkelheit. Viel Spaß!

 


 

VIDRES A LA SANG – Set De Sang

Neun Jahre nach „Som“ melden sich die Spanier VIDRES A LA SANG mit ihrem vierten Streich „Set De Sang“ zurück. Die Einordnung in Black/Death Metal ist aber nicht ganz treffend. Geboten wird zwar Uptempo mit tiefen Growls, allerdings auch reichlich melodische Passagen mit Klargesang. Der Sound erinnert vom Songaufbau zwar entfernt an ANAAL NATHRAKH und in den härteren Phasen an BEHEMOTH, tatsächlich lässt sich das Album eher in den Melodic Death Metal-Bereich einordnen. Anfangs verspricht das Konzept der Band durchaus eine gute Mischung, allerdings ist „Set De Sang“ aufgrund des immer gleichen Schemas auf Dauer etwas zu vorhersehbar. Da geht noch mehr. Anspieltipp: „El poble redemptor“. (AO)

 


 

SYLAR – Seasons

Bei der Scheibe „Seasons“ von SYLAR trifft Metal auf Rap. Die Band stammt aus Queens, New York, und ist eine Nu-Metalcore-Gruppe. Das dritte Studioalbum greift auch in andere Musikgenres wie Rock oder Punk. Die Fünfer-Formation besitzt einen ganz eigenen individuellen Sound, der sehr von Aggressivität geprägt ist. Frontman Jayden Panesso und Vokalist Miguel Cardona experimentieren mit Screams, klarem Gesang und Rap. Jede Nummer besitzt Headbang- und Jump-Qualität. SYLAR erinnert an eine Mischung von LINKIN PARK und LIMP BIZKIT. Fazit: Metal und Rap passen bei diesem Werk perfekt zusammen. Dreamteamqualität! Bestimmt für jeden, der auf der Suche nach etwas Anderem ist. (CAH)

 


 

FRIISK – De Doden van't Waterkant

Erst im September 2018 (!) gegründet, präsentieren FRIISK aus Ostfriesland mit „De Doden van't Waterkant“ ihren überaus ambitionierten Erstling. Im Laufe einer knappen halben Stunde Spielzeit bekommt man hier Songs geboten, die sich mit den Themen Naturgewalten, Mythologie und Unterdrückung auseinandersetzen und von atmosphärisch angehauchten Black-Metal-Klängen umwoben werden. Typisches Black-Metal-Tempo wechselt sich mit atmosphärisch-melodischen Passagen und vielseitigen Vocals ab, was ein spannendes Ganzes erzeugt. Unbedingt reinhören! Am Nachfolger wird laut Frontmann T. bereits gearbeitet. Anspieltipps: „Dämmerung“ sowie der Titelsong „De Doden van't Waterkant“. (AO)

 


 

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