Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 35

Veröffentlicht am 22.04.2019


FRITZ COBRA (Alternative Rock, Steiermark)

Almost Dark

  • 1. Signpost
  • 2. Everyday Combat
  • 3. Correct Order
  • 4. Deal Dishonestly
  • 5. Remember These Days
  • 6. Play Stop Rewind Play
  • 7. Breakout
  • 8. The Invasion (War Of Conquest Pt.1)
  • 9. Rise Of Resistance (War Of Conquest Pt.2)
  • 10. Decline Of The Revolts (War Of Conquest Pt.3)
  • 11. Result Of Credulity (War Of Conquest Pt.4)


Und die nächste Band mit Homebase in der Steiermark: FRITZ COBRA! Hand hoch, wer hat noch zuerst „Fritz Cola“ gelesen? Dass den vier Herren beim Ersinnen ihres Bandnamens ein wenig der Schalk im Nacken saß ist nicht gänzlich auszuschließen, haben sie sich doch den punkig-ohrwurmigen Alternative-Klängen verschrieben, die durchaus auch einmal ein wenig in den Mainstream-Bereich schielen, ohne dabei allzu verwässert um die Ecke zu kommen. Nein, gerifft wird auf dem vorliegenden Debüt „Almost Dark“ schon ordentlich, dass man sich als Freund der Gitarrenlastigen Musik auf der sicheren Seite fühlt.

Was FRITZ COBRA dabei nicht abgeht, das sind die knackigen Hooklines, die dafür sorgen, dass Songs wie „Remember These Days“ oder „Breakout“ schnell ins Ohr gehen. Vor allem das rockige „Everyday Combat“ sticht hier hervor, mit schön rotziger Darbietung und zwingendem Ohrwurm-Refrain, was durchaus mal an Österreichs Alternative-Flaggschiffe denken lässt. Dass die Steirer das Tempo gerne hoch halten, merkt man auch im flotten „Deal Dishonesty“, während bei „Correct Order“ schon einmal ein wenig in den kernigen Bereich hinübergeschielt wird, indem ein glatter Refrain mit Anflügen von Aggro-Geschrei kombiniert wird. „Play Stop Rewind Play“ kommt
abwechslungsreich daher und scheut sich nicht vor unkonventionellen Breaks, die dem Song Dynamik geben. Bevor man aber glaubt, das Album würde sich in zu eng gesteckten Mustern bewegen, überraschen FRITZ COBRA mit einem Mehrteiler, der sich über vier Titel erstreckt die schön ineinander verstrickt sind und nach drei flotten Episoden mit einem balladesken Titel mit Gänsehaut-Publikumschor abschließen.

Einen Innovationspreis gewinnen FRITZ COBRA zwar nicht, doch der frisch und mit Können und Esprit vorgetragene Alternative Rock mit punkiger Schlagseite macht einfach richtig Laune und man kann sich bestens vorstellen, die schmissigen Refrains live nach Kräften mitzugrölen.
- 3,5 / 5 (Anthalerero)

Die vier Steirer findet man bei Facebook und als Bestätigung der Ohrwurm-Qualitäten gibt es das Musikvideo zu „Everyday Combat“ zum Probehören:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: GNACKWATSCHN
Seite 3: JOHNNY PAPER
Seite 4: MISANTHROPIC MIGHT
Seite 5: FRITZ COBRA
Seite 6: REFLECTOR


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