Flusensieb Mini #44 – 3 übersehene Heavy-Platten

Veröffentlicht am 03.04.2019

Fleißig, fleißig sind die Readkteure beim Stormbringer. Und dennoch können sie nicht jede Platte reviewen, die die Metalwelt hervorbringt. Das Flusensieb Mini versucht wenigstens ein paar musikalische Leistungen aufzufangen, bevor sie gänzlich unerwähnt bleiben. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Heavy Metal. Zuerst haben wir da ein Heavy-Power-Gemisch von Schweizer Damen mit viel Liebe zum Metal. Dann ist da „wahrer Metal“, der true und trashig aus den Socken haut. Zuletzt dröhnt düster ein Mix aus Doom und Heavy Metal mit PURGENT-STENCH-Vergangenheit. Viel Spaß!

 


 

BURNING WITCHES – Hexenhammer

Gut aussehen reicht nicht, Die Schweizer Damen von BURNING WITCHES sind auch noch talentiert und würden Heinrich Kramer mit dem „Hexenhammer“, ihrem ersten Album, totprügeln. Seraina wechselt gekonnt zwischen verführerischer und aggressiver Performance und haucht den Songs Leben ein. Auch ihr Cover von „Holy Diver“ kann überzeugen. Live mitreißend und charmant, powerful. „Execute“ ist für die Nackenmuskeln. Das Intro von „Black Widow“ reißt durch Drumoverdose sofort mit. Überraschend kommt dann die Ballade „Don't Cry My Tears“ dahergeschmolzen und zeigt, dass starke Frauen eben auch superflauschi können. Stabile Handwerkskunst und die Banderfahrung zeigt sich ebenso wie die Liebe zum Metal. (SV)

 


 

GLORYFUL – Cult Of Sedna

Nix ist es da mit „Power Metal Kostümparty und Kasperletheater“, bei GLORYFUL aus Deutschland steht noch echt wahrer Metal auf der Speisekarte, was anderes kommt da gleich gar nicht auf den Tisch! „Ja, ja, hatten wir alles schon mal“, wird der Eine oder Andere jetzt denken, doch halt! Gebt dem Ganzen erst mal eine Chance! Was euch auf „Cult of Sedna“ (das ist übrigens die Meeresgöttin der Inuit) erwartet, könnte euch nämlich aus den Socken hauen! True Metal, wie er im Buche steht, gewürzt mit einer Portion Thrash, das weiß zu gefallen. Hier sind Vollprofis am Werk, wer auf Hymnen und testosterongetriebenen Pathos steht, der will das Ding! (DC)

 


 

THE TEMPTER – Turpis Rex

THE TEMPTER ist ein Musikprojekt vom Wiener Alex Wank (vormals Drummer bei PUNGENT STENCH). Eine Mischung aus diversen Stilen Richtung Doom und Death, zu denen sich insbesondere im Gesang Heavy-Metal- und Hardrock-Elemente gesellen. Definitiv ist „Turpis Rex“ ungewöhnlich und wohl eher für die hartgesottenen Fans doomig-düsterer Klänge interessant, die es auch mal schneller mögen. Auch wenn interessante Ansätze im depressiven Gesang zu finden sind. Wut, Kraft und Schmerz hallen aus den Boxen. Erwähnenswert sind die mitreißend akzentuierten Drumparts. (SV)

 


 

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