Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 36

Veröffentlicht am 11.06.2019


 

HANGAR-X (Punk Rock, Oberösterreich)
 

Fahr zur Hölle

  • 1. Intro
  • 2. Fahr zur Hölle
  • 3. Mein Tag mein Jahr mein Leben
  • 4. Weiße Westen
  • 5. Nur die Zeit
  • 6. Ich vermisse diese Tage
  • 7. Nie wieder zurück
  • 8. Lasse Los
  • 9. Jäger der Nacht
  • 10. Übers Meer
  • 11. Wenn wir träumen
  • 12. Bis ans Ende dieser Welt
  • 13. Outro


Es ist schon einige Jährchen her, seitdem man zuletzt von HANGAR-X aus Steyr hörte. Zehn Jahre bestehen, davon zuletzt eine längere Pause, sowie satte drei Jahre (!) Studiozeit liegen hinter den Burschen aus der Eisenstadt, die nun mit ihrem neuen Album „Fahr zur Hölle“ auf der Matte stehen. Die lange Wartezeit hat sich, soviel kann man schon einmal vorgreifen, gelohnt, denn HANGAR-X haben ihren Stil zementiert und all ihre Stärken auf dieser Platte zusammengefasst.

Was gleich zu Anfang auffällt, ist die deutliche Steigerung in gesanglichen Belangen, der zwar weiterhin punkig-kratzig einher kommt, aber dabei mit deutlich mehr Sicherheit auf der Tonleiter tanzt. Nicht zuletzt merkt man auch den wie immer sozialkritischen Texten an, dass bedeutend länger an ihnen gefeilt wurde, denn holprige Reime und schiefes Versmaß, ein oftmaliger Fluch deutschsprachigen, punkigen Rocks, kann man auf „Fahr zur Hölle“ glücklicherweise mit der Lupe suchen. Dafür geben HANGAR-X musikalisch ordentlich Gas und servieren eine ganze Packung flotter Ohrwürmer die prädestiniert für Live-Auftritte sind. Neben dem Titeltrack „Fahr zur Hölle“, wären da das lässige „Mein Tag mein Jahr mein Leben“ das schon schwer nach alten DIE TOTEN HOSEN klingt und das unbeschwerte Deutschrock-Feeling ziemlich gut transportiert. Auch das eher düstere „Jäger der Nacht“, sowie das lässig-melodische „Weiße Westen“ bekommt man nur schwer wieder aus dem Schädel geschüttelt. Im balladesken Fahrwasser machen HANGAR-X ebenfalls gute Figur, wie man im langsamen, getragenen „Nur die Zeit“ hören kann. Lediglich das ein wenig nölige „Lasse Los“ mag nicht so recht zünden und auch das in Richtung Stadionballade schnuppernde „Wenn wir träumen“ holpert noch ein wenig, doch dafür bietet das starke „Bis ans Ende dieser Welt“ (die HOSEN lassen auch hier grüßen) einen schönen Abschluss des Albums, mit einem gar ein bißchen epischen Unterton.

Wer seinen Deutschrock gerne aus der heimischen Talentschmiede und ohne zweifelhafte Platitüden genießt, der sollte sich unbedingt bei HANGAR-X aus Steyr umsehen. „Fahr zur Hölle“ ist ein rundes [Anm. d. Lekt.: Eckig passts auch nur schwer in den CD-Schacht!], starkes Album geworden, das nicht nur den Genrefreunden Freude macht.
- 3,5 / 5 (Anthalerero)


Weiterführende Infos zu HANGAR-X finden sich auf ihrer Homepage und bei Facebook - ein Musikvideo zum Titeltrack "Fahr zur Hölle" haben die Burschen auch am Start:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: HEIDNIR
Seite 3: GRÖBÄR
Seite 4: HANGAR-X
Seite 5: THIS LAST WORLD
Seite 6: LEHM


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