Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 36

Veröffentlicht am 11.06.2019


 

THIS LAST WORLD (Melodic Death Metal/Metalcore, Oberösterreich)
 

The Wasteland

  • 1. Burial March
  • 2. Lilac and Hyacinth
  • 3. Unreal City Part I – London Bridge
  • 4. King And Queen
  • 5. Hurry Up It's Time
  • 6. Unreal City Part II - ...Softly Till I End My Song
  • 7. The Violet Hour
  • 8. A Current Under The Sea
  • 9. If There Was Water
  • 10. Unreal City Part III – Towerfall
  • 11. Words Of Thunder
  • 12. World In Order


Asche zu Asche, Staub zu Staub. Aus der sprichwörtlichen Asche der oberösterreichischen ASHES TO DUST gingen THIS LAST WORLD hervor, die in neuer Besetzung und mit großer Motivation ihr Debüt „The Wasteland“ in die Regale wuchten. Was gleich auffällt ist die professionelle Produktion, für die sich Bassist Paul Bacher mit seinem eigenen "deer in the headlight"-Studio verantwortlich zeigt, sowie ein starkes visuelles Konzept, das sich harmonisch durch physische und digitale Präsenzen der Band zieht.

Mit einer kernigen Mixtur aus melodischem Todesmetall mit modernem Anstrich tun THIS LAST WORLD das, was sie am besten können: Ordentlich Gas geben. Dramatisch ist das Intro, bevor „Lilac and Hyacinth“ knackig und mit kurzer Spielzeit ordentlich losböllert. Zwischen reichlich rabiaten Anflügen wie in „King and Queen“ oder dem gar ein wenig in thrashige Gefilde schielenden „The Violet Hour“, melodischen Brechern wie „Hurry Up, It's Time“ und dem epischen „If There Was Water“ (mit breitwandigen Orgelklängen!), sowie amtlich groovenden Titeln („Unreal City Part III: Townfall“) bieten THIS LAST WORLD einen schönen Querschnitt durch die gesamte Bandbreite modern-melodischen Todesstahls. Dabei gibt es die einen oder anderen knackigen Breakdowns auf die Ohren und oftmals ist auch ein gewisser proggiger Unterton herauszuhören, der sich nicht nur in Tempowechseln und vertrackten Rhythmen manifestiert. Lediglich der zwar punktgenau sitzende Cleangesang will bisweilen durch seine Klangfarbe nicht so recht ins Gesamtkonzept passen, was sich aber nach ein paar Durchläufen dann doch als charmantes, herausstechendes Detail herausstellt, vor allem da THIS LAST WORLD ansonsten zwar durchgängig starke Qualität abliefern, aber dann doch ein wenig zu sehr auf Nummer sicher gehen. Die zum Teil relativ kurzen Songs sind heruntergebrochen auf die Essenz, punkten mit pointiertem Songwriting und machen eigentlich alles richtig – gehen aber gerade dadurch irgendwie im breiten Genre-Fahrwasser unter.

THIS LAST WORLD liefern mit „The Wasteland“ ein zwar musikalisch sehr starkes Album ab, doch stehen sich durch den eigenen, hohen Anspruch möglichst perfekt sein zu wollen, fast ein wenig selbst im Weg. Das Album zu klassifizieren erweist sich hier als sehr schwierig, weil man kaum wirkliche Kritikpunkte finden kann, doch es in seiner Gesamtheit einfach nicht so zünden kann, wie man es gerne hätte. „The Wasteland“ ist eine dieser Scheiben, von denen man sich unbedingt selbst ein Bild machen muss, da Energie und Herzblut hier wirklich groß geschrieben werden!
- 3 / 5 (Anthalerero)


Mehr über THIS LAST WORLD findet ihr bei Facebook und reinhören könnt ihr hier:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: HEIDNIR
Seite 3: GRÖBÄR
Seite 4: HANGAR-X
Seite 5: THIS LAST WORLD
Seite 6: LEHM


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