Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 37

Veröffentlicht am 27.07.2019

A CAUSTIC FATE (Metalcore, Wien)
 

Chromatic

  • 1. Revenant
  • 2. Sticks & Stones
  • 3. Resistance
  • 4. House Of Cards
  • 5. Weightless
  • 6. Gravity
  • 7. Deadlines
  • 8. Silver Lining
  • 9. Falling Down
  • 10. Chains


Bands aus dem Burgenland – in diesem Fall aus dem schönen Mattersburg – kommen uns bei unseren Underground-Streifzügen doch eher selten unter. A CAUSTIC FATE reihen sich in die zuletzt äußerst aktive Metalcore-Szene der Alpenrepublik ein und kochen dennoch ein einigermaßen eigenes Süppchen. In der Vergangenheit für allzu schemabehafteten Core gescholten, scheint sich die Band die Kritik zu Herzen genommen zu haben und rückt auf ihrem neuesten Rund den Sound ein wenig mehr in die durchaus breitentaugliche Alternative-Ecke, wie sie gerade bei der jüngeren Generation derzeit en vogue ist.

„Chromatic“ bietet größtenteils recht hymnische Songs die im gefälligen Alternative-Gewässer schippern, mit modernem Core-Anklang, der sich in durchaus starkem, rauem Cleangesang und hellen, heisere Shouts manifestiert. Wer auf brutales Breakdown-Gewitter hofft, der wird allerdings über weitere Strecken eher enttäuscht werden, denn die ersten Titel des Albums, „Revenant“ und „Stick & Stones“ kommen hymnisch und massentauglich-mitsingbar einher, offenbaren dabei aber starke Hooklines. „House Of Cards“ zeigt sodann mit deutlich mehr Energie und knackigem Riffing die Metalcore-Wurzeln der Mattersburger auf und kann im Kontext des Albums gefallen. Überraschenderweise zündet auch das breitwandige, doch eher poppige „Weightless“ ohne Umschweife und entpuppt sich als veritabler Ohrwurm, den man so schnell nicht mehr losbekommt. A CAUSTIC FATE scheuen sich auch nicht auf wummernde elektronische Samples zurückzugreifen wie in „Gravity“, dem flotten „Deadlines“ oder dem Rausschmeißer „Chains“, generell dominieren aber erfreulicherweise doch die kratzigen Gitarren, wie sie auch bei „Falling Down“ immer wieder aufjaulen.

Dank richtig fetter Produktion weiß „Chromatic“ wirklich zu gefallen, wenn sich auch die auf dem Cover versprochene Farbexplosion beim Hörer nicht so ganz einstellen mag. A CAUSTIC FATE haben definitiv ein Händchen für starke Refrains und knackige Hooklines, die vor allem im härtetechnisch gemäßigteren Sektor ziemlich gut ankommen dürften. Mit diesem Album könnten sich die Burgenländer ohne weiteres auch international durchsetzen, die Frage ist nur, ob, und wie übersättigt der Markt vielleicht bereits von starken Klängen dieser Art ist.
- 4 / 5 (Anthalerero)

Mehr zu A CAUSTIC FATE findet sich auf ihrer Homepage und bei Facebook – als Appetizer fungiert ein Musikvideo des aktuellen Albums:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: AMONG THE GODS
Seite 3: SCÄVENGER
Seite 4: COUNTERWEIGHT
Seite 5: HAUNTED BY THE REMOTE
Seite 6: A CAUSTIC FATE


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