Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 39

Veröffentlicht am 20.09.2019


DEAD KNOWLEDGE (Groove Metal, Oberösterreich)
 

Kryll

  • 1. Golden Calf
  • 2. Bloodsucker Blues
  • 3. Tale Of A Space Hunter
  • 4. Long Road
  • 5. Queen Of The Mysticals
  • 6. Captain Green
  • 7. Into The Void
  • 8. Through Fire And Blood
     

Wir gehen ins oberösterreichische Innviertel, wo in Braunau die Herren von DEAD KNOWLEDGE lärmen. Bereits 2011 gab es das erste Lebenszeichen des Fünfers zu hören, danach dauerte es satte acht Jahre, bis man wieder Neues aus Braunau ankündigen durfte. Das zweite Album „Kryll“ hat sich seinen Weg über die Deep Deep Pressure Studios von Lukas Haidinger zum Konsumenten gebahnt, um dessen Öhrchen mit amtlichem Groove durchzuwalken.

Spielten DEAD KNOWLEDGE auf ihrem ersten Album noch mehr mit Thrash- und Death-Versatzstücken, so haben sie sich auf „Kryll“ von der allzu harten Gangart ein Bißchen abgewendet und sich mehr in Stoner-lastige Midtempo-Gefilde eingependelt. Das funktioniert schon im lässigen Opener „Golden Calf“, zudem man gerne das Köpfchen nickt, ganz famos. Gesanglich bleiben die Braunauer aber weiter im extremen, gurgelnden Bereich verwurzelt, was den von grummelnden, repetitiven Riffs getragenen Songs eine durchaus brachiale Schlagseite gibt, wie im stampfenden „Bloodsucker Blues“. Kurzfristig ziehen DEAD KNOWLEDGE das Tempo auch einmal an, wie in Teilen von „Tale Of A Space Hunter“ oder „Long Road“, dafür wird im Abschlussbrocken „Through Fire And Blood“ dann gar im Zeitlupentempo im tiefsten Kellerspektrum der Gitarren gegrummelt, dass man sich fast schon in doomigen Gefilden vermeint. Dazwischen gibt der Ohrwurm „Captain Green“ den lässigen Grooverocker, zu dem man gerne Hendl-like kopfzuckend durchs heimatliche Wohnzimmer tanzt. Der schön strukturierte Akustik-Titel „Into The Void“ rundet das knackige 40 Minuten groovende Album ab.

Zwar präsentieren sich einige Riffs des Albums unterm Strich etwas ähnlich, doch durch den satten Sound, den Multitool Haidinger DEAD KNOWLEDGE geklöppelt hat und die weder überzogene noch zu kurze Spielzeit des Runds, macht „Kryll“ durchgängig Spaß und man schleudert zu den groovenden Klängen gerne das Haupthaar durch die Gegend.
3,5 / 5 (Anthalerero)
 

Schaut gerne mal auf der Facebook-Seite der Innviertler vorbei, nachdem ihr zum Musikvideo von "Captain Green" geschmunzelt habt:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: KUCKUCK
Seite 3: ESCAPE ARTISTS
Seite 4: DEAD KNOWLEDGE
Seite 5: LEGION OF BOKOR
Seite 6: NORIKUM


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