Flusensieb Mini #63 – 3 übersehene Metal-Platten

Veröffentlicht am 04.09.2019

Das Flusensieb Mini ist der Ort für übersehene Musik. Den Rezensenten beim Stormbringer sind wieder einige Longplayer aus dem Rock und Metal durch die Finger geglitten. Diesmal gibt es tanzbare Rhythmen und reichlich Dudelsackgedudel aus Spanien – achtköpfig und mit feinstem Met. Außerdem typischen Metalcore-Stil mit bekanntem Nu-Metal-Sound von balladenähnlich bis facettenreich. Zuletzt noch ein schmaler Weg zwischen Depression und Atmosphäre – wunderschön und manchmal klaustrophobisch. Viel Spaß!

 


 

LURTE – V

Wenn wir an Mittelalter-Rock denken, haben wir jede Menge deutschsprachige Bands im Kopf. Vielleicht fällt uns auch noch die eine oder andere aus der mitteleuropäischen Nachbarschaft ein. LURTE kommen jedoch aus Aragón in Spanien. Bis auf die Sprache ähnelt sich der Stil allerdings sehr: tanzbare Rhythmen und reichlich Dudelsackgedudel (aus speziellen lokalen Dudelsäcken). Auch die Art des Singens ist ähnlich. So wäre es sicher auch mal schön, einen der hiesigen Mittelaltermärkte mit der achtköpfigen Truppe zum Tanzen zu bringen. Hochgenuss ist es wohl nur für Kenner der Sprache. Aber ich erhebe mein Trinkhorn und stoße an mit feinstem Met auf den gelungenen Klang des neuesten Albums „V“. (jazz)

 


 

THE BRAVE – Aura

THE BRAVEs zweites Album „Aura“ ist der Kategorie Metalcore zugeordnet. Überraschenderweise zeigt die Band viele Facetten welche nicht metalcore-typisch sind. Mit Rock-Bausteinen und ruhigen Elemente zielen die fünf Jungs genau ins Schwarze. Der Großteil der Platte ist natürlich im typischen Metalcore-Stil und den dazugehörigen Shouts gehalten. Der Track „Technicolor“ weist den bekannten Nu-Metal-Sound von LINKIN PARK auf. Aus der Reihe tanzt eindeutig „Burn“; diese Nummer ist soft und balladenähnlich. Zusammengefasst punktet THE BRAVE mit allem anderen, nur nicht mit dem eigentlichen Metalcore-Genre. (CAH)

 


 

MIST OF MISERY – Unalterable

Schmaler Weg zwischen Depression und Atmosphäre, den die Schweden MIST OF MISERY da beschreiten. Ein Song der ganz ohne Gesang auskommt ist „A Window Into Nothingness“. Bei „Halls Of Emptiness“ schaue ich aus dem Fenster und erwarte, schneebedeckte Leere zu sehen. Begleitet werde ich hier durch Mortuz-Donatus' Gesang, der von leisem Murmeln bis hin zu stark grummligen Parts variiert und doch nie aufdringlich den Musikpart unterstreicht. Wunderschöne, manchmal klaustrophobische und dann wieder Weiten bis zum Sonnenaufgang malende Instrumentalparts – einfach einzigartig. Und wo gerade noch der Sturm daherfegte werden im nächsten Augenblick die tiefsten Emotionen entfacht: „The Dying Light“. (SV)

 


 

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