Musikextremisten - eine Realsatire!

Veröffentlicht am 07.11.2019

"Chukwunazaekpere-Ajulo Wisniewski" möchte er genannt werden. Dass das sein echter Name ist, dürfte mehr als unwahrscheinlich sein, allein schon, weil damit seine Identität aufgeflogen wäre. Aufmerksam wurden wir auf den Mann durch Zufall, als ein Stormbringer-Redakteur sein eigenes Review zu einem bestimmten Heavy Metal Album mit den weit gestreuten Meinungen im World Wide Web verglich und schließlich auf eine schockierende 1-Sterne-Rezension beim größten Online-Händler der Welt stieß. Unser Redakteur echaffierte sich zwar über solch eine musikverachtende Meinung, wurde aber erst aktiv, als er das Profil von Chukwunazaekpere-Ajulo Wisniewski aufrief und sich ihm dadurch eine ganz neue und in Deutschland vollkommen unbeachtete Subkulktur auftat: Die des Musikextremisten! Scheinbar hat sich abseits der etablierten Meinungsbilder ein kleiner extremistischer Kreis gebildet, der die Platten-Releases der letzten Jahre in einem vollkommen anderen Licht sieht als der Rest der Welt. Wir sehen es als unsere Pflicht an, euch eine Szene vorzustellen, die uns vor ein paar Tagen noch undenkbar erschien. Stormbringer - The liberal Heavyzine hat es tatsächlich geschafft, Kontakt zu Chukwunazaekpere-Ajulo Wisniewski herzustellen und er war erstaunlicherweise dazu bereit, sich unseren Fragen zu stellen - mehr oder weniger. Als wir ein Foto mit dem Handy von ihm schießen wollten, willigte er zwar ein, aber nur unter der Bedingung, sein Gesicht mit dem von uns mitgebrachten Geschenk für ihn abzudecken. Er forderte uns auf, ihm das Handy zu überreichen und fotografierte sich selbst - Weird? Hier kommt mehr.


Herr Chukwunazaekpere, vielen Dank, dass Sie- ...

Chukwunazaekpere-Ajulo ist mein Vorname. Sie wollten "Herr Wisniewski" sagen.

Entschuldigen Sie, Herr Wisniewski - Es ist ein exotischer Name und selbst seine Aussprache-...

Ich möchte nicht unhöflich erscheinen, aber Zeit ist Geld. Kommen Sie gleich zur Sache.

Herr Wisniewski, würden Sie sich als Musikkritiker bezeichnen?

Ich würde mich als Freund guter Musik bezeichnen und als solcher bin ich natürlich irgendwo auch immer Musikkritiker. Andernfalls wäre mein Konsum unkontrolliert und ich wage zu behaupten, dass das doch ziemlich krankhaft wäre. Jeder Mensch, der Musik bewusst hört, kommt irgendwann in die Verlegenheit, diese kritisieren zu müssen. Ich muss aber nicht zwangsläufig mit dem Strom schwimmen und mich der Meinung der Mehrheit anschließen. Ich muss sie nicht einmal akzeptieren.

Diese Erfahrung haben wir bereits mit Ihnen machen dürfen, denn mit einem Lieblingsalbum eines meiner Arbeitskollegen sind Sie ziemlich hart ins Gericht gegangen. Ich würde Sie bitten-...

Hören Sie mir überhaupt zu? Sind Sie dieser Typ Schreiberling, der sich im Kreis drehen möchte? Sehen Sie, ich bin die Sorte Mensch, die keine Lebenszeit verschwenden und vorankommen möchte. Ich denke, ich habe Ihre Frage klar und deutlich beantwortet. Bringen Sie mich bitte nicht in die Verlegenheit, Sie noch einmal zurechtweisen zu müssen. Im Gegensatz zu Ihnen, habe ich nämlich einen vollen Terminkalender.

Vielleicht bin ich als Redakteur einfach nicht bereit, zwischen Ihren Zeilen zu lesen. Vielleicht unterscheidet uns dieser Aspekt voneinander.

Wissen Sie was? Interessiert mich einen S****ß, was Sie für Unterschiede zwischen verschiedenen Individuen sehen. Ich sehe, dass Sie glauben, die Zeit, die Sie mitbringen, würde für uns beide reichen. Ich weiß auch nicht, was Sie Ihren minderbemittelten Lesern für ein Bild von mir zeichnen wollen und was Ihnen das Gespräch gebracht hat. Ich schreibe seit Jahren meine ehrliche Meinung unter verschiedenen Pseudonymen, auf verschiedenen Plattformen. Immer wieder werde ich angefeindet, weil meine Rezensionen nicht massenkompatibel sind. Wollen Sie nicht darüber ein paar Worte verlieren? Trauen sich wohl nicht, was? Stattdessen möchten Sie...! Wissen Sie was? Das wars! Ich unterhalte mich nicht mit Ihnen! Ich breche hier ab!


Und das war es auch schon mit dem Interview. Chukwunazaekpere-Ajulo Wisniewski, oder wie er sich sonst noch im Web nennt, verließ wutentbrannt den Raum... Wer von uns beiden offenbarte im Gespräch seine Intoleranz? Lasst vielleicht heute Abend mal den Fernseher ausgeschaltet und lasst euch stattdessen diesen Artikel in Ruhe durch den Kopf gehen. Wie man ein solches Interview am besten ausklingen lässt, wissen wir auch nicht so recht, aber wir veröffentlichen nachfolgend Auszüge aus Chukwunazaekpere-Ajulo Wisniewski Rezensionen auf anderen Plattformen.

Ps: Dieser Artikel ist als Satire zu verstehen - nichts davon ist wahr.

[Anm. d. Red.: Wir werden die Medikation unseres Redakteurs in Zukunft wieder häufiger kontrollieren.]

 


"Satyricon erfinden sich selbst neu? Gratuliere, Ziel erreicht: 1 Stern!"
 


"Eat me, Drink me? Brechreiz-Garantie! 0 Sterne!"
 


"Schlechter Scherz? Exakt! Gemeint ist die Meinung der anderen! 5 von 5 Sternen!"
 


"Königinnen! Das sind sie leider zuletzt in der Steinzeit gewesen... 2,5 Punkte!"
 


"Teil I soll besser sein? Yeah, use your Illusion: 5 von 5 Sternen!"
 


"Iron Maiden = genial! Skunkworks kriegt bloß die Höchstnote!"
 

 

 


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