Flusensieb Mini #76 – 3 übersehene Black-Metal-Platten

Veröffentlicht am 04.12.2019

Metal ist ohnehin schon sehr schwarz. Dass es darin einen noch schwärzeren Bereich gibt, beweisen diese Woche drei Black-Metal-Bands, die bisher im Stormbringer zu kurz kamen. Dafür gibt es ja das Flusensieb Mini, das diesmal mit einem dunklen Baum aus Frankreich beginnt, der Spuren von Pagan enthalten könnte. Weiter geht es in Italien, wo es rauen und speedlastigen Black 'n' Roll gibt. Kurz vor Schluss wird es dann noch symphonisch – oder hat da einfach eine Katze einen Haarball ausgespuckt? Viel Spaß!

 


 

EVOHÉ – Deus Sive Natura

EVOHÉ wird 2019 volljährig. Vor 18 Jahren pflanzten ein paar Franzosen diesen düsteren Wald, der nur sehr wenig Holz liefert. Alle paar Jahre – im Durchschnitt alle sechs – wird ein Baum (z. B. „Tellus Mater“ 2005) herausgenommen und der Öffentlichkeit präsentiert. Natürlich nicht allen! Nur der auserwählte Kreis von Kennern des Black Metal mit leichten bis mittelschweren Pagan-Spuren kommt in den Genuss, dem nun dritten Baum in voller Größe „Deus Sive Natura“ zuzuhören. Er klingt nach rauer, dunkler Natur – ruhig, tief, aber unbarmherzig. Damit sind wenig Preise bei einem Baumschul-Wettbewerb zu gewinnen, aber EVOHÉ sehen nicht so aus, als ob sie das interessiere. The good kind of trve! (jazz)

 


 

WHISKEY RITUAL – Black Metal Ultras

Rau, speedlastig kommt „Black Metal Ultras“ daher. Als Opener legt es ganz schön los. WHISKEY RITUAL kommen aus Parma und erfreuen sich nicht nur an schöner Schwarzmalerei, sondern auch der Huldigung des Lichtbringers, glücklich machender Stimulantia und scheuen sich nicht, dies verbal zu proklamieren. „BMU“ ist das 4. Album der Italiener und reiht sich in die Historie der Dunkelheit ein. Ursprünglich nur als Side-Project geplant, wurde daraus dann eine größere Geschichte. Neben dem deutlichen Hang zum Black Metal kommen doch einige Parts sehr punkig daher. (SV)

 


 

TOTENGEFLÜSTER – The Faceless Divine

Wie hört sich eine Katze an, die einen Haarball ausspuckt? Jetzt habt ihr eine Vorstellung, was der Sänger vollbringen muss. Die armen Stimmbänder von Narbengrund Nihilis haben mein Mitleid. Richtig, wir sind bei growligem Symphonic Black Metal, der jedes Katzenfell zum Aufrichten bringt. „The Arrival Of The Withered“ macht auf „The Faceless Divine“ von TOTENGEFLÜSTER klar, wo es langläuft, und das ist in die Dunkelheit – ohne Kerze oder Hilfe. Einsam und allein werdet ihr dieses Album im „Extinct Paradise“ anhören und euch als „The Hollow Wanderer“ fühlen. Mein Vorschlag: Soundtrack zum nächsten Horrorabend – Hallooooooweeeen. (SV)

 


 

Mehr Flusensieb!


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