Flusensieb Mini #78 – 3 übersehene moderne Metal-Platten

Veröffentlicht am 18.12.2019

Meistens sind die Alben, die im Flusensieb auftauchen, schon ein paar Wochen alt, aber das heißt ja nicht, dass sie jetzt schon unmodern sind. Auch diese Woche wurden wieder drei Platten aufgefangen, die unbeachtet von den Schreibtischen der Stormbringer-Redakteure rutschen wollten. Den Auftakt machen ein paar verrückte Leute, die den Nu Metal einfach nocht sterben lassen wollen und ihn daher mit Modern Metal paaren. Weiter geht es mit schottischem Pop-Punk, guter Laune und viel Power, bevor regelrechte Metalcore-Giganten aus den USA den Laden übernehmen. Viel Spaß!

 


 

THE WRONG TURN – Bring Your Own Madness

Die Jahrtausendwende hat angerufen, sie will ihre Musik zurück. Was? THE WRONG TURN hatten ihre Hochphase gar nicht vor 20 Jahren? Aber das klingt doch wie die typische Musik von Rock- und Metalpartys. Crossover, Alternative und Nu Metal bis Punk und Hardcore: etwas CRAZY TOWN und LINKIN PARK, mehr KORN und GREEN DAY. Wie Songs, mit denen man aufgewachsen sein könnte, aber leider nur selten Highlights mit besonderer Eingängigkeit. „Bring Your Own Madness“ klingt dennoch nicht unmodern, nur manchmal etwas über-amerikanisch im Gesang, obwohl aus Deutschland. Ich habe aber ordentlich Spaß und wünsche: etwas stärkere Akzentuierungen im Songwriting und reichlich nostalgische Fans in Feierlaune! (jazz)

 


 

WOES – Awful Truth

Die schottische Alternative/Indie-Band WOES liefern typische Pop-Punk-Klänge mit ihrem Album „Awful Truth“ ab. Der Großteil der Songs ist durch einen ruhigen instrumentalen Ausklang gekennzeichnet. Wer eine besondere Nummer sucht, findet in „Money Shoe“ etwas Passendes. Hier dominieren R-'n'-B-Einflüsse. Der gleichnamige Albumtrack „Awful Truth“ könnte aus den 2000ern sein. „Mess“ und „Cross“ sind im Vergleich zu den anderen Liedern weniger energiegeladen. Die Platte versprüht gute Laune, gibt Power und besitzt Refrains, die man nur zu gerne mitsingen möchte. Zusammengefasst eine gute, solide Scheibe, die typische Pop-Punk-Elemente besitzt. (CAH)

 


 

CROWN THE EMPIRE – Sudden Sky

Einen Einblick in persönliche Ängste gibt die Metalcore-Band CROWN THE EMPIRE mit ihrem vierten Album „Sudden Sky“. Schon im Jahr 2010 für ihr Debütalbum „The Fallout“ gelobt und Vorband für ASKING ALEXANDRIA und WE CAME AS ROMANS, trifft auf dem aktuellen Album Metalcore auf elektronische Einflüsse. Der Opener eröffnet die Scheibe mit Synth-Einlagen, Bassist Hayden Tree überrascht mit Screams und Akustik-Gitarre sowie Industrial-Elemente lassen sich bei „MZRY“ finden. Balladen sucht man hier vergebens, jedoch könnte als ruhigere Nummer „Under The Skin“ mit poppigen Aspekten durchgehen. CROWN THE EMPIRE steht für heavy Riffs und typischen Metalcore mit einem elektronischen, modernen Touch. (CAH)

 


 

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