Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 42

Veröffentlicht am 20.12.2019


 

AITVARAS (Melodic Black Metal, Osttirol)
 

Aitvaras

  • 1. Opus a Aitvaras
  • 2. Coming from the Abyss
  • 3. In Times of War
  • 4. Pestkammer
  • 5. Mourning Emptiness
  • 6. Until Memories Fade
  • 7. Verachtung
  • 8. Paradise Denied


Ist es zu glauben, dass es nach mehr als vierzig Ausgaben der Underground-Reihe noch eine Premiere geben kann? AITVARAS beanspruchen diese Ehre für sich, denn die fünfköpfige Truppe ist nach Wissensstand des Verfassers die bis dato erste in Osttirol beheimatete Band, die wir im Zuge dieser Reihe vorstellen dürfen. Die fünfköpfige Guppe hat sich den melodischen, durchaus etwas moderner orientierten Spielarten des Black Metal verschrieben und debütiert mit einem sieben Songs umfassenden, selbstbetitelten Album.

Wer bei den Schlagworten Black Metal und Debüt sofort an eine rasendene Soundpampe denkt, zu der man seinen Frontallappen mit dem nächstbesten Scheunentor verschmelzen kann, der ist bei AITVARAS auf dem Holzweg. Die Osttiroler zeigen sich nicht nur tempotechnisch häufig eher gemäßigt, sondern können auch mit einer zeitgemäßen Produktion aufwarten, die sowohl die rohe Energie halsbrecherischer Blastbeat-Eruptionen, als auch die melancholische, bisweilen fast doomige Schwere schleppender Passagen adäquat transportiert. Einzig die schön garstigen Vocals hätte man sich ab und an etwas präsenter im Mix gewünscht, ansonsten ist das aber bereits sehr amtlich, was auf dem Debüt geboten wird. Auf die ausladenden Titel, die mit elegischen Gitarrenläufen und schönen Spannungsbögen punkten, muss man sich bis zu einem gewissen Grad einlassen, zeigt sich doch das Songwriting bereits als einigermaßen komplex und kokettiert gelegentlich sogar ein wenig mit post-metallischen Einflüssen. Exemplarisch hervorgehoben sei hier der Doppelschlag aus dem abwechslungsreichen, besonders stimmungsvollen „Pestkammer“ und dem drängenden „Mourning Emptiness“, die den vollen Umfang von AITVARAS sehr schön auf den Punkt bringen.

Dass die heimischen Bergwelten eine höchst aktive Brutkammer für hochwertige schwarzmetallische Outputs sind, das unterstreichen auch AITVARAS mit ihrem Debüt ein weiteres Mal. Wer mit stumpfem Dahingenagel nichts am Hut hat, der darf den Osttirolern gerne sein Ohr leihen!
3,5 / 5 – Anthalerero


AITVARAS sind bei Facebook und Bandcamp vertreten – eine aurikuläre Kostprobe des Schwarzfrischgemüses folgt auf dem Fuße:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: AITVARAS (Melodic Black Metal, Osttirol)
Seite 3: SOLID SKY (Progressive Rock, Wien)
Seite 4: CHANGING FORMS (Progressive/Metalcore, Steiermark)
Seite 5: BURY ME ALIVE (Metalcore/Alternative, Vorarlberg)
Seite 6: KALT || WEISS (Avantgarde Black Metal, Wien)


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