Der Stormbringer Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019 von Luka

 

2018 war das Jahr des krachenden, progressiven Death Metal - OBSCURA, BEYOND CREATION, PSYCROPTIC und andere haben da Hammerscheiben herausgebracht.

2019 ist dagegen das Jahr des sanften Depri-Metal - am Siegertreppchen stehen Bands die eher die ruhige Gangart bevorzugen.

Ganz oben diesmal in der Kategorie "Bestes Album wo gibt": AVATARIUM. Mit "The Fire I Long For" bekommen sie die Höchstpunktezahl und schöpfen zum ersten Mal das gewaltige Potential der Personen in der Band vollkommen aus.

Knapp dahinter: INSOMNIUM mit "Heart Like A Grave" - das für mich am Anfang am schwersten zugängliche Album von INSOMNIUM bis jetzt (wohl durch die vielen Songs aus der Feder von Markus Vanhala), aber die Geduld lohnt sich, nach ein paar Durchläufen fräsen sich die Hymnen der soundgewordenen Melancholie ins Hirn.

Am dritten Platz finden sich LEPROUS mit "Pitfalls", die den größten Schritt in ihrer Karriere vom Metal in Richtung (sehr, sehr schrägen) Alternative/Pop machen, und auch das wieder super hinkriegen. 

Außerdem aufgefallen: AMON AMARTH ("Berserker", stärkstes Album seit langem - endlich kriegen sie die Kombi aus Classic und Death Metal über Albumlänge hin), LAGWAGON ("Railer" geht back to the roots), SONS OF APOLLO ("Live With The Plovdiv Psychotic Symphony" ist feinster Prog-Rock, in der Live-Version nochmal ein Stück spassiger).

Wie jedes Jahr gibts auch diesmal einen echten Reinfall, in der Kategorie "Schlechtst Of" fallen diesmal SWALLOW THE SUN mit "When A Shadow Is Forced Into The Light" (schwer verdauliches Emo-Gedudel... und die haben mal diese grandiose Bösartigkeit von "New Moon" hingekriegt...)

Wirkliche Kracher bei Konzerten gab es 2019 nicht, lässig waren SOEN im PPC Graz (leider mittlerweile ohne Marcus Jidell an der Gitarre - da fehlt schon klar was) und HAKEN im PPC Graz (immer wieder lustig, aber im Vergleich zum Konzert in der Szene in Wien fehlte der Überraschungsfaktor). Ganz was eigenes: AMON AMARTH im Gasometer in Wien. Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, ob die Showeinlagen mit kämpfenden Wikingern und feuerschiessenden Plastikhammern cool oder eher zum Fremdschämen waren.

Fazit: da ist noch Potential nach oben - 2020 kann da auftrumpfen.

In dem Sinne: frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch!

 


Inhaltsverzeichnis:

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