Der Stormbringer Jahresrückblick 2019

Jahresrückblick 2019 von Angelika Oberhofer

 

Eines der stressigsten und arbeitsreichsten Jahre meines noch recht kurzen Lebens mit vielen Höhen und Tiefen liegt hinter mir. Ich mache drei (umgedrehte) Kreuze und blicke müde, aber zufrieden auf die vergangenen zwölf Monate in 2019. Ständiger Wegbegleiter war natürlich - wie sollte es auch anders sein - die Musik, die schöne Momente noch positiver unterstrich und mir durch etwas dunklere Stunden hinweg half. Auch diesmal kann ich wieder auf ein absolut erfolgreiches Musikjahr mit vielen Highlights zurückblicken.

Studiomusik


Bei der Veröffentlichung mancher Alben dachte ich mir heuer "What year is it??" Neben der fulminanten Rückkehr von RAMMSTEIN wurde die Metalgemeinde außerdem mit neuen Werken von SLIPKNOT, KORN und KILLSWITCH ENGAGE beglückt. Ein gutes Jahr also für Bands und Fans der 90er und frühen 2000er. Doch nicht nur alteingesessene Heroen brachten Alben auf den Markt, die Scharen zu begeistern wussten. Vor allem fernab des Metal-Mainstream erwartete mich wieder Erstklassiges. Hier Favoriten auszuwählen fiel schwerer denn je, geschweige denn, die Überlegung nicht in ein paar Minuten wieder über den Haufen zu werfen, weil man irgendetwas Wichtiges vergessen hat. Bevor ich also wieder alles überdenke:

Meine Top Alben 2019:

Besonders im Progressive-Bereich erschienen heuer einige enorm spannende Alben, die mich noch lange begleiten werden. Bestätigungen, wieso sich das Genre zu einem meiner liebsten entwickelt hat, gab es wieder mal genug. Leider ist "Artifacts" das letzte Album von MOTHER OF MILLIONS mit Keyboarder Makis Tsamkosoglu, der im Sommer plötzlich verstarb. Die Band wird weiter bestehen, die Einflüsse dieses netten und kreativen Menschen nie vergessen werden. R.I.P.

Enttäuschungen fielen heuer absolut gering aus und fallen durch die Fülle an Highlights auch nicht weiter auf. Für's Protokoll muss ich es aber auch hier niederschreiben: "Fear Inoculum" von TOOL war die lange Wartezeit nicht wert. Wäre ich ein großer Fan, wäre ich bitter enttäuscht. So dachte ich mir eher "Meh - Thronfolger, bitte!" An das neue Album "F & M" von LINDEMANN hatte ich nach dem gelungenen Erstling hohe Erwartungen, wurde aber auch hier leider nicht gerade glückselig gestimmt. Mal schauen, ob mich das Duo live eher überzeugen kann. Wo wir auch schon bei der Überleitung zum nächsten wichtigen Punkt wären.

Livemusik


Auch in Sachen Livemusik kann ich auf ein unfassbar gutes Jahr zurückblicken. Drei Festivals und 20 Konzerte, davon eines im Ausland, besuchte ich heuer. Grob überschlagen ergeben das etwa 140 verschiedene gesehene Bands, wodurch mein Livemusik-Konsum nach leichtem Rückgang in den letzten zwei Jahren wieder auf "normalen Durchschnittswert" angestiegen ist. Highlights? Zuhauf! Eine kleine Auswahl an Favoriten nennen? Schwierig, aber machbar.

  • AMENRA am Vienna Metal Meeting
    Immer wieder eine absolut packende Darbietung der Belgier
  • KEEP OF KALESSIN im Viper Room
    So viel Hingabe!
  • ZEAL & ARDOR am Summer Breeze
    Einzigartige, grandiose und hypnotisierende Live-Band
  • CYPECORE am Summer Breeze
    Absolute Showmaster
  • LEPROUS am Summer Breeze
    Durch Technikprobleme erzwungene Spontanität führte zu etwas ganz Großem
  • RIVERS OF NIHIL mit BLACK CROWN INITIATE, MØL und ORBIT CULTURE in der Arena
    Unangefochten der beste Konzertabend mit durchgehend genialen Bands
  • DEVIN TOWNSEND in der SiMM City
    So viel Liebe für diesen genialen, verrückten und witzigen Musiker

Den krönenden Abschluss meiner Festivalsaison 2019 verbrachte ich am Euroblast Festival in Köln, das ich heuer endlich zum ersten Mal besuchen konnte und das mir ein Highlight nach dem anderen bescherte. Besonders hervorheben möchte ich die Auftritte von APHYXION, UNEVEN STRUCTURE, TIDES FROM NEBULA und VOYAGER. Ganz großes Kino. Insgesamt ein fantastisches Festival mit einem einzigartigen Flair. Für Progressive-Fans ein heißer Tipp.

Ich blicke 2020 in jeglicher Hinsicht freudig entgegen, ein paar Highlights haben sich schon angebahnt. So wird endlich ein neues Album von ORBIT CULTURE erscheinen und mit etwas Glück gibt es 2020 auch erste Informationen zu einem neuen Album von KATATONIA. Auch in puncto Livemusik nehmen meine Pläne für das kommende Jahr langsam Gestalt an. Vor allem, was Festivals angeht, habe ich bereits das eine oder andere vielversprechende Event am Radar. Danke, Musikjahr 2019, so hochkarätig kann es gerne weitergehen!


Inhaltsverzeichnis:

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Seite 7: Beitrag von Daniel Hadrovic
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