MYSTIC PROPHECY - das 'Metal Divsion' Gangbang-Review

Veröffentlicht am 09.01.2020

Ich gebe zu, mit MYSTIC PROPHECY hatte ich immer viele Schwierigkeiten und bin mit der im erdigen, eher amerikanisch geprägten und rifforientierten Powermetal beheimateten Gruppe nie so wirklich warm geworden. Das lag vor allem an einigen, sagen wir es mal 'unglücklichen' Festival-Begegnungen, die entweder mit schlimmen Soundproblemen oder krankem Sänger in desaströsen Auftritten endeten. Nun, inzwischen wurden die alten Wunden zumindest einigermaßen mit neueren Gigs versorgt, aber so ganz den Sprung zur Begeisterung wollten Lia und seine Mannen trotzdem nicht schaffen. Vielleicht bin ich also nicht der Richtige, um mich wortreich über das bevorstehende elfte Studioalbum von MYSTIC PROPHECY auszulassen – doch im Zuge des bunten Blumenstraußes an Meinungen im Zuge eines unserer berüchtigten Gangbangs, darf ich mich dann doch damit auseinander setzen.

„Metal Division“ startet mit dem gleichnamigen Titeltrack gleich mit donnernden Drums und gnadenlosem Groove, der von einem stampfenden, starken Refrain gekrönt wird. Das macht richtige Laune und lässt die Vorfreude in die Höhe schnellen. Sollte ich am Ende doch noch zu begeistern sein? Auch das zackiger geratene „Eye To Eye“ bietet keinerlei Gegenstand zur Beanstandung – im Genteil, gräbt sich der starke Uptemposong recht schnell recht nachhaltig in die Gehirnwindungen. Weiter geht es mit dem mächtigen „Hail To The King“ und dem zunächst balladesk wirkenden „Here Comes The Winter“, das sich zu einem monströs breitwandigen Song mit markigem Refrain auswächst.

„Curse Of The Slayer“ zeigt mit räudigen Gitarren die kantigere, fast ein wenig thrashige Seite von MYSTIC PROPHECY, die man auch in Titeln wie dem gar garstigen „Die With The Hammer“ findet, das zwar schleppend beginnt, aber dann mit wüsten Gitarren das Gaspedal bis zum Anschlag durchtritt und so richtig dahinballert. Auch „Reincarnation“ macht auf dicke (Riff-)Hose, erreicht aber nicht ganz den Ohrwurmlevel der restlichen Platte, so wie auch das direkt folgende „Mirror Of A Broken Heart“ und das breitwandige „Together We Fall“. Dafür hat der stampfende Mitgrölsong „Dracula“ den Groove verdammt gut drauf! Und so wie das Album angefangen hat, endet es auch: mit donnernden Drums und einem fetten Groovemonster, das es mit einem markigen Refrain noch einmal gewaltig im Gebälk krachen lässt! „Can you hear me roar?!“ Ja, können wir!

Auch der Rezensent ist inzwischen mit vergangenen, unglückseligen Live-Begegnungen versöhnt, und nickt nur zu gerne das Haupt zu den dicken Riffs und groovenden Refrains, die uns MYSTIC PROPHECY auf ihrem neuesten Streich „Metal Division“ servieren. Massive Gitarrenwände, donnernde Drums und gewohnt starke Vocals – was will man mehr? Genau – nix!

4,0/5,0 - Anthalerero


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Anthalerero
Seite 3: Christian Wiederwald
Seite 4: El Greco
Seite 5: Lord Seriousface
Seite 6: manfred
Seite 7: Fazit


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