Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 45

Veröffentlicht am 23.03.2020


 

EARTHSPLITTER (Thrash Metal, Oberösterreich)
 

Earthsplitter (Album, 28.02.2020)

  • 1. Into The Chaos
  • 2. Beast
  • 3. Psycho War
  • 4. Stars Of Evil
  • 5. Insanity
  • 6. Smash Heads
  • 7. Mankind On Its Knees
  • 8. Obscura
  • 9. Hell
  • 10. Disaster Dream
  • 11. Hypocritical
  • 12. Hasta Mañana
     

Um nicht zu verweichlichen, stürzen wir uns mit dem nächsten Debüt mitten in den brodelnden Underground-Schmelzofen, in dem EARTHSPLITTER mit ordentlich Wut im Bauch thrashen. Die blutjungen Burschen aus der Linzer Gegend zerlegten in den vergangenen beiden Jahren so manche Bühne in Oberösterreich und werfen uns nun ihr selbstbetiteltes Debütalbum vor – roh und blutig, wie es sich gehört!

Dabei bleiben EARTHSPLITTER schnörkellos und direkt und bringen alle Voraussetzungen mit, sich mit Freude die Rübe von den Schultern zu schrauben. Der charmant-ruppige Sound kickt über weite Strecken gut, lediglich in zwei Titeln („Insanity“ und „Beast“) ist ein merklicher Abfall im Mixing zu verorten. Dafür entschädigen aber zackige Rumpel-Granaten wie „Disaster Dream“ oder „Obscura“, die streckenweise richtig Gas geben, dass es eine Freude ist. In der hingebungsvollen Trümmerorgie versteckt sich aber auch die ein oder andere musikalische Finesse, wie die cleanen Gitarrenparts in „Hypocritical“ oder der ausgiebige Solopart in „Psycho War“, dafür markiert „Stars Of Evil“ den räudigen Thrasher mit Oldschool-Charakter zu dem man gerne das Haupthaar fliegen lässt und der sich dank prägnantem Refrain recht nachhaltig in den Gehörgang hakt. Wiewohl man das herrlich garstige, machtvoll klingende Geplärr von Fronter Marvin sehr zu schätzen weiß, mag  man sich mit den etwas eiernden Clean Vocals nicht so ganz anfreunden, die dem Album zwar eine sehr eigenständige, aber auch etwas eigenwillige Note geben.

EARTHSPLITTER würgen einen musikalisch starken, bisweilen sogar technisch orientierten Hassbatzen hervor, bei dem sich vermutlich gerade an den Vocals die Geister scheiden werden. Als Debüt ist das aber schon ein ziemlich amtliches Geschütz, mit dem die Burschen da auf die Hörer losfahren – die Nackenschmerzen sind jedenfalls garantiert!
3 / 5 – Anthalerero
 

Infos kann man sich auf der Homepage und bei Facebook holen – die akustische Watschn gibt es auf dem Fuße:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: INSTANT KARMA (Alternative Rock, Salzburg)
Seite 3: EDICIUS' DREAM (Melodic Death Metal, Steiermark)
Seite 4: EARTHSPLITTER (Thrash Metal, Oberösterreich)
Seite 5: CANDLES AND WRAITHS (Symphonic Black Metal, Wien)
Seite 6: ESCAPE FROM IO (Heavy Rock, Niederösterreich)


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