Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 49

Veröffentlicht am 31.05.2020


 

NINE LIVES (Rock, Wien)
 

Dance With The Devil (Album, 13.03.2020)

  • 1. Eastbound
  • 2. Never Gonna Die
  • 3. Put Your Eyes On Me
  • 4. Dance With The Devil
  • 5. Miracle
  • 6. Easy For Me
  • 7. Into The Storm
  • 8. A Thing Called Life
  • 9. Waterside
  • 10. Babylon
  • 11. Coming Home
  • 12. Here We Go Again
  • 13. Heroes And Stars


Wie viele Bands jetzt schon mit dem Teufel getanzt haben, das weiß niemand. Auch das Wiener Powertrio NINE LIVES tanzt auf ihrem Debüt mit dem Gehörnten und macht dabei eine äußerst formidable Figur. „Dance With The Devil“ ist vielleicht als Titel schon ein wenig ausgelutscht, doch dafür rocken die drei Wiener umso unverbrauchter im Bereich treibenden Hard/Bluesrocks dahin.

Der Opener „Eastbound“, der mit klassischem Wüstenriff einsteigt, bietet einen starken, sofort zum Mitwippen einladenden Auftakt. Dann geht es mit oberlässigem Hardrock Schlag auf Schlag weiter, dass sich der Hörer schnell mitten im Album wiederfindet, das mit knackigen Riffs und markigen Songs so ziemlich alles richtig macht – richtig geiler Rock eben. Es gibt sowohl großartiges Balladenfeeling mit Akustikgitarren („Easy For Me“), welches aber dennoch unterschwellige Power bereithält, als auch powernd groovende Songs wie das treibende „Into The Storm“. Fast ein wenig in alternative Gefilde schielt das als Single veröffentlichte „Never Gonna Die“ und „Here We Go Again“ lässt die Rock-Sau so richtig raus, dass man dazu nur zu gerne durchs heimische Wohnzimmer tanzt. Das getragene „Heroes and Stars“, das gar die Ausmaße einer Stadionrock-Ballade erreicht, bietet einen runden Abschluss des Albums.

Das ist richtig fett was NINE LIVES da abliefern, trotz bluesiger Anleihen zu keiner Zeit altbacken oder gar langweilig und auch die Produktion kann guten Druck aufbauen. Lediglich im Bereich der Vocals könnten sich eventuell die Geister scheiden, da das helle gesangliche Coleur von Sänger Toby von einigen als leiernd interpretiert werden könnte, zumal er in den Höhen stellenweise ein wenig gepresst wirkt. Doch recht viel mehr muss man auf „The Mission“ nicht mehr bekritteln – NINE LIVES sind auf einem verdammt guten Weg!
3,5 / 5 - (Anthalerero)
 

Schaut gerne mal auf der Homepage oder der Facebook-Präsenz von NINE LIVES vorbei und lasst euch vom Musikvideo des Trios gleich vor Ort überzeugen:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: BLACK CORONA (Melodic Death/Groove Metal, Tirol)
Seite 3: BC 76 (Crossover/Nu Metal, Tirol)
Seite 4: RIVERSIDE CROW (Rock, Wien)
Seite 5: NINE LIVES (Rock, Wien)
Seite 6: THE WICKED (Classic Rock, Steiermark)


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