FEUERSCHWANZ - das 'Das elfte Gebot' Gangbang-Review

Wisst ihr, was das Tolle an unserem Gangbang-Format ist? Dass man hier einfach einmal komplett subjektiv sein kann, anstatt innerlich mit sich zu ringen, um eine möglichst objektive Besprechung eines Albums abzuliefern. Da ich schon die Ehre hatte, sowohl mit dem Hauptmann zu plaudern als auch das Standard-Review über des selbigen Hauptmanns geilen Haufen zu verfassen, welches ihr im Übrigen hier nachlesen könnt, darf ich mich nun, anstatt selbiges Review hier einfach schnöde herein zu kopieren, hier auf gänzlich fachlich befreite und gnadenlos subjektive Art und Weise über das neue FEUERSCHWANZ-Album „Das elfte Gebot“ auslassen.

Und mal ehrlich gesagt: Für das, was FEUERSCHWANZ auf ihrem neuen Output abliefern, feiere ich die Truppe einfach nur noch. Es ist unglaublich, welchen musikalischen Werdegang die Band aus der Gegend von Erlangen hingelegt hat – als Spaßtruppe mit pubertärem Charme in die Mittelalterszene gestolpert, entwickelten sich die zotigen Spielleute konsequent und unbeirrt weiter, bis am Ende dieser musikalischen Metamorphose ein richtig schön heavy tönender, krachender Powermetal-Sound entstand, um den sie so manche Kollegen aus dem Mittelalter-Bereich beneiden würden.

Quasi ohne Ausfall und größtenteils in wirklich zackigem Tempo brettern FEUERSCHWANZ durch elf unterhaltsame Songs, die samt und sonders mit großem Ohrwurmfaktor einherkommen. Titel wie das namensgebende „Das elfte Gebot“, „Schildmaid“, oder auch „Lords Of Powermet“ glänzen mit eingängigen, sich sofort im Gehör festbeißenden Refrains, während Tracks wie das stampfende „Kampfzwerg“ geradezu prädestiniert für die Live-Situation erscheinen. Neben leicht verdaulichen, alkohollastigen Songs wie „Metfest“, kann sich mit „Im Bauch des Wals“ auch ein nachdenklicherer Titel hervortun und mit dem abwechslungsreichen „Malleus Maleficarum“ ziehen FEUERSCHWANZ überdies gekonnt alle Register ihres musikalischen Könnens. So sehr man es dreht und wendet, findet man, bis auf einen klitzekleinen Durchhänger bei „Mission Eskalation“, keinen einzigen schlechten oder gar langweiligen Song auf diesem kompakten, enorm durchschlagskräftigen Album.

Und dann haben FEUERSCHWANZ, einfach so, dem bockstarken Album noch einen Bonus in Form einer eigenen CD mit den sieben Cover-Todsünden beigelegt. Wenn sich der Haufen (einmal sogar mit Unterstützung von Melissa Bonny – ua. AD INFINITUM) an Songs von SEEED, DEICHKIND oder ED SHEERAN austobt, dann bleibt wahrlich kein Auge mehr trocken. Und wenn man dann als Metalhead auch noch komplett schambefreit „Ding“ oder „Limit“ mitgrölt und einen ausgewachsenen Ohrwurm von ED SHEERAN zwischen die Lauschlappen gepflanzt bekommt, dann kann man FEUERSCHWANZ zu dieser Leistung nur noch gratulieren. Selten hat ein Cover-Goodie so viel Spaß gemacht!

„Das elfte Gebot“ ist fraglos das bisher beste Album in der Karriere von FEUERSCHWANZ.
Der Haufen ist erwachsen geworden, bewahrt sich aber dennoch einen gewissen Witz und liefert im Vorbeigehen eine musikalisch extrem starke Leistung mit amtlichem Schub ab, wie man sie bei mancher vergleichbaren Kapelle vermisst. Damit haben FEUERSCHWANZ – man mag es nach den holprigen, von pubertären Späßen durchsetzten ersten Alben kaum glauben – das Potenzial in die Spitzenpositionen des Genres vorzudringen.

Ja, aufmerksame Leser werden an dieser Stelle schon bemerkt haben, ich habe in meinem Review 4,5 von 5 Punkten gegeben. Am liebsten würde ich diese Bewertung noch einmal revidieren und aufgrund der Tatsache, dass sich FEUERSCHWANZ nach fast zweimonatiger Bedenkzeit bis zum Verfassen dieses Reviews ohne jeglichen Abnutzungserscheinungen zu einem der bisher absoluten Highlights meines persönlichen Metal-Jahres emporgearbeitet haben, noch einen halben Punkt zur vollen Ladung drauflegen. Was auch immer man dem Haufen ins Methorn gefüllt hat, dass sie so ein Album raushauen konnten – gebt ihnen mehr davon! Und gebt mir bitte auch was ab!

4,5 / 5 – Anthalerero


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Lisi Ruetz
Seite 3: Christian Wiederwald
Seite 4: Schäff Koch
Seite 5: Lord Seriousface
Seite 6: Anthalerero
Seite 7: Fazit


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