WARKINGS - das 'Revenge' Gangbang-Review

So ganz können die WARKINGS das Krieg spielen ja nicht sein lassen. Kaum sind sie in Walhalla angekommen, um den Triumph über die Unterwelt mit ihrer eigenen Metal-Armee zu feiern, werden sie von den Geistern und Dämonen der Vergangenheit geplagt. Die man ja aber auch nicht vertrieben bekommt, wenn der wuchtige Metal, den die Kriegerkönige sprichwörtlich durch die Weltgeschichte schmettern, so mitreißend klingt. Jeder, der halbwegs Ohren hat, muss sich davon ja auch einfach angezogen fühlen. Und so tut man mit den Herren der Heere eine musikalische Historienreise von der Varus-Schlacht über die Kreuzzüge bis hin zu Vlad Tepec – um nur einige Stationen zu nennen.

Schon seit dem Debüt der WARKINGS kann man nur Mächtiges erwarten und der straighte, spärlich geschmückte und trotzdem eingängige Sound der zu Fleisch gewordenen Kriegsgeister der Vergangenheit versteht nicht nur zu begeistern, sondern bietet obendrein genügend Eingängigkeit und Mitsing-Parts, die jegliches Stillhalten und kritischen Stoismus im Keim ersticken.

Stampfende, marschierende Rhythmen, epische Hymnen und eine Streitwagenladung voller Ohrwürmer haben die Schlachtenbummler der WARKINGS in ihrem Marschgepäck und heizen auf zehn Songs gewaltig ein. So feiert man mit der stampfenden Hymne „Maximus“, kämpft musikalisch in den Schatten des Teutoburger Waldes bei „Fight In The Shade“ oder unterzieht sich dem sprichwörtlichen Hammer-Track von „Odin´s Sons“, der einer sanften Verbeugung in Richtung AMON AMARTH nahe käme. Die Queen of The Damned tut natürlich ihr großartiges Übriges dazu. Ordentlich Speed und Druck lässt sich zum Teil auch nicht vermeiden, „Marathon“ bietet sich dafür an, und beendet wird die Scheibe dann mit der unglaublichen Mitfeier – Mitkämpf – Mit-Alles – Hymne „Warking“. Der Name ist Programm und unser aller Schicksal spätestens jetzt besiegelt!

Man gerät tatsächlich in Versuchung, sich ein Banner aus irgendwelchen alten T-Shirts zu basteln und seine Buttermesser zu wetzen, um dann zur hymnischen Begleitmusik der WARKINGS in die Schlacht zu ziehen. Da vor der Haustür dann aber doch keine Römer, Wikinger oder Kreuzfahrer warten – und nicht einmal das Wetter sonderlich viel Aktivität draußen hergibt – bleibe ich also lieber zu Hause, drehe bis zum Anschlag auf und feiere die Scheibe mit jeder Umdrehung ein bisschen mehr. Und sollten sich die Nachbarn bedroht fühlen und klopfen kommen, schreie ich ihnen eben maskenbewehrt ins Gesicht: „I AM A WARKING!“

4,5 / 5 - Lisi Ruetz

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: Lisi Ruetz
Seite 3: Lord Seriousface
Seite 4: Ernst Lustig
Seite 5: Marc Folivora
Seite 6: Anthalerero
Seite 7: Fazit


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