Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 51

Veröffentlicht am 05.10.2020


 

THE SELENITES (Rock'n'Roll, Oberösterreich)
 

Moon Madness (Album, 14.08.2020)

  • 1. Howl Of The Wolf
  • 2. Some Say
  • 3. Keep It Up
  • 4. Little Lovin You
  • 5. Do You Really Want Me
  • 6. Not That Bad At All
  • 7. All You Freaks
  • 8. Gold Diggin' Girl
  • 9. Get Back Home
  • 10. Barnacle Boy And Mermaid Man
  • 11. I'm Alive
  • 12. Moon Madness


Kids, sagt NIE WIEDER, dass eure fucking Omas nicht cool gewesen wären! Denn in den 50ern und 60ern, als der sündige Rock'n'Roll, den THE SELENITES auf ihrem Album „Moon Madness“ aufleben lassen, richtig heißer Scheiß war, da war eine regelrechte Revolution in der Musik im Gange! Und die Chancen sind gar nicht so gering, dass eure faltige Omama dazumal im kessen Röckchen zu den frischen, mitreißenden Klängen kokett übers Parkett fetzte. Tut es doch euren Altvorderen gleich und schwingt zu THE SELENITES ausgiebig das Tanzbein – das tut gerade in der aktuellen, noch immer so bedrückenden Situation gut.

Gitarre, Kontrabass und Drums, sowie eine klingende, rockige Stimme – mehr braucht es nicht, um schier endlos gute Laune zu versprühen. Schon der zweite Titel, das kurze, knackige „Some Say“ entwickelt sich schon nach dem ersten Durchlauf zu einem Ohrwürmchen, das sich als ziemlich haltbar erweist. In eine ähnliche Kerbe schlagen das runde „Do You Really Want Me“, oder auch das oberlässige „Get Back Home“, zu dem es auch ein Musikvideo gibt. Auch die langsameren, groovenden Songs wie „Little Lovin' You“ oder „Gold Diggin' Girl“ machen rundherum Spaß, während es sich zu flotten Hymnen wie „Barnacle Boy And The Mermaid Man“ so richtig befreit durchs Wohnzimmer tanzen lässt. Der Titeltrack fungiert bei THE SELENITES als Abschluss - „Moon Madness“ verströmt noch einmal lässiges Rockabilly-Feeling, das einem direkt den Spirit vergangener Tage einpflanzt. Dass dem Rezensenten das komplette Album zwecks entrückter Tanzmöglichkeiten (oder überhaupt Karaoke-Anflügen - bei „Some Say“ funktioniert das blendend...), auch noch in der Instrumentalversion zur Verfügung gestellt wurde, ist eine noble, und gerade in einem Genre, das auch mit sehr stark von prägnanten Vocals lebt, mutige Geste – aber sie funktioniert!

So wie THE SELENITES die Gunst der Stunde nutzen können und mit ihrem beschwingten, unbeschwerten Rockabilly-Feeling den Nerv krisengebeutelter Hörer quer durch die Altersklassen treffen können – da fühlt sich nicht nur Oma wieder jung, da kann auch der Nachwuchs enthemmt mitgehen, ohne sein Gesicht als Rocker zu verlieren!
4 / 5 – (Anthalerero)
 

Schaut mal bei den Burschen auf Facebook oder Instagram vorbei und lasst euch an Ort und Stelle mit guter Laune infizieren:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: HECKSPOILER (Rock/Punk, Oberösterreich)
Seite 3: TOBLAKAI (Black Metal, Steiermark)
Seite 4: THE SELENITES (Rock'n'Roll, Oberösterreich)
Seite 5: HAYMON (Black Metal, Tirol)
Seite 6: GOLDEN BLOOD (Black/Thrash Metal, Wien)


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