Das Leben und Werk von Peter Steele

Veröffentlicht am 16.04.2010

Peter Ratajczyk (später als Peter Steele bekannt) wurde 1962 in New York geboren und startete seinen musikalischen Werdegang im Alter von 17 Jahren mit der Band FALLOUT. Nach kurzer Zeit löste sich die Heavy- Metalband jedoch auf. Sänger Peter Steele und Schlagzeuger Louie Beateaux gründeten zusammen mit Gitarristen Keith Alexander (später durch Marc Povanetti ersetzt) daraufhin die Thrash Metal Band CARNIVORE.

Bereits mit CARNIVORE wurde die Metalszene New Yorks nachhaltig beeinflusst. Zukunftspessimistische Themen von Songs wie „Jesus Hiter“ oder „Technophobia“ sorgen für Provokation und ergaben gepaart mit Steeles basslastiger Stimme ein Fundament, auf dem viele andere Bands aufzubauen versuchten. Mit dem Debütalbum „Carnivore“ und dem Folgealbum „Reltalation“ stellte sich jedoch nicht der gewünschte Erfolg ein, worauf die Mitglieder der Band wieder getrennte Wege gingen. Über die Jahre hinweg wurde die Band immer wieder für kurze Konzerte reaktiviert und trat 2006 auch auf dem Wacken Open Air auf. Steeles gesangliches Spektrum sollte im nächsten Projekt neben der thrashigen Note auch noch einige Doom und sogar Gothic Elemente entwickeln.

Dieses Projekt nannte sich „Subzero“ und wurde später in TYPE O NEGATIVE umbenannt. Die Band bestand neben Steele aus Josh Silver (Keyboard), Kenny Hickey (Gitarre) und Sal Abruscato (Schlagzeug). Der Drummer wurde jedoch 1993 von Johnny Kelley abgelöst um der Band LIFE OF AGONY beizutreten.

War der Einfluss von CARNIVORE auf den ersten beiden Alben noch zu spüren, entwickelte man sich 1993 mit „Bloody Kisses“ jedoch in eine andere Richtung. Die depressiv romantische Thematik der Songs wurde von Peter Steeles doomiger Stimme untermalt. Es kam zum Durchbruch der Band. Die Geschwindigkeit wurde teilweise gedrosselt um für schwere, mitreisende Dramen Platz zu schaffen. Eine dieser Dramen stellt wohl „Black No.1“ dar, welcher dazu führte, dass Steele und seine Band auch in der Gothic Szene Anklag fanden. Mit „Oktober Rust“ setzte man den Weg in diese Richtung weiter. 2007 erschien „Dead Again“- wohl das letzte Album auf dem Steels tief dröhnende Stimme zu hören ist.

Steele sorgte neben seiner Musik auch mit seinem Körper und seiner Persönlichkeit für Schlagzeilen. 1995 ließ er sich für das Magazin „Playgirl“ nackt ablichten. Das sollte der Hüne jedoch bereuen als er herausfand, dass die Leserschaft dieses Magazins größtenteils aus Männern bestand.

Als die 2005 die Gerüchte um Steeles Ableben kursierten, stand der Sänger mit dem Gesetz in Konflikt. Er musste für 30 Tage wegen Köperverletzung einsitzen. Aufgrund der Meldungen veranlasste man die Polizei dazu, mit einem Besuch in Steeles Wohnung die Gerüchte zu überprüfen.

Vor dem letztem Album „Dead Again“ fand Steele, nach dem Tod seiner Mutter, übrigens zum katholischen Glauben zurück. Er wuchs zwar römisch katholisch auf, distanzierte sich aber in späteren Jahren von jedem Gedanken an Gott. Peter Steele schien jedoch glücklich darüber, zu seinem Glauben gefunden zu haben und startete diesen Schritt, zurück in die Religion, mit einer Beichte. Auch auf dem 2007 erschienen Album sei diese Wandlung, laut Steele, hörbar. Das Album ist deutlich Pro- Christlicher, was jedoch die Fangemeinde nicht abschreckte.

Der Rotweinliebhaber und Katzenfan beeinflusste mit seinem Werk und insbesondere seiner Stimme viele Musiker und Fans. Egal, ob man mit Gleichgesinnten jedes einzelne „Black, black, black, black number one“ mit schreit, nachdenklich „World Coming Down“ anhört oder sich von „Everything dies“ in eine melancholische Stimmung versetzen lässt, eine bestimmte Erinnerung lässt sich, bei nahezu allen Fans, mit einem Type O Negative Song verbinden. Peter Steele wird dadurch nicht in Vergessenheit geraten. Außerdem können sich die Fans mit der Gewissheit beruhigen- Steel feiert „Halloween in Heaven“.


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