Underground von Unten - österreichische Musik gehört gehört! Vol. 55

Veröffentlicht am 27.04.2021


 

SUNBORN (Groove/Thrash Metal, Steiermark)
 

Imperishable (Album, 26.03.2021)

  • 1. The Flood
  • 2. Grinder
  • 3. Circularity
  • 4. Eisenherz
  • 5. (Re-) Incarnate
  • 6. Interludium: Coronatium
  • 7. Hellrazer
     

Wir beginnen diese Ausgabe in der grünen Mark, mit den unkaputtbaren SUNBORN, die bereits seit 2009 durch die Botanik lärmen. Sie haben zwar weder einen Drummer, noch ein Label, geschweige denn ein Netzwerk, oder gar – Satan beware! - Geld (all das behaupten sie übrigens selbst), aber sie machen einfach was sie können, um ihrer Liebe zum Metal Ausdruck zu verleihen. So wird auf ihrem neuesten Output „Imperishable“ ausgiebigst den groovenden, irgendwo zwischen arschtretendem Thrash und kauleistenzerschmetterndem Death Metal Klängen gehuldigt, dass der Staub gründlich von den Boxen und aus den Matten geschüttelt wird.

Nach einem unkonventionellen Intro lugt „Grinder“ thrashig-groovend, fast mit ein wenig SEPULTURA-Vibe um die Ecke. Der Titel rummst gut und Sänger/Gitarrist Sebastian kotzt einem richtig schön herzhaft vor die Füße. „Circularity“ kommt brachial und streckenweise knochenzerreibend Deathig daher, das im Auftakt höllisch groovende „Eisenherz“ macht mit seinen sägenden Gitarrenwänden ebenfalls Laune und überrascht mit cleanen Gesangsparts zwischen grantigem Gerülpse. „(Re-)Incarnate“ schlägt in dieselbe Kerbe und beweist mit seiner Verbindung aus Rockröhre (vom zweiten Gitarristen Mario) und Aggrogebrüll einmal mehr Mut – der handwerklich einwandfreie Song macht auch einmal mehr Spaß. Über das beklemmende, von pumpendem Herzschlag unterlegte „Interludium: Coronatium“ geht es weiter zur finalen Abrissbirne „Hellrazer“, die sich schön schleppend aufbaut, ehe der Titel in ein aberwitziges Thrash-Inferno eruptiert und in der Folge immer wieder mit brasilianischem Signature-Groove punktet.

Fazit: Nix Neues in der Mark, aber solide, durchschlagskräftige Trümmerklänge zwischen weit ausholendem Kopfnicken bis zum Blastbeat, dass die Wirbel knacken. Wer seine Nackenmuskulatur auf die Rückkehr von Live-Shows vorbereiten möchte, findet in „Imperishable“ von SUNBORN das beste denkbare Material dafür vor – aber übertreibts bitte net.

3,5 / 5
 

SUNBORN findet man unter anderem bei Bandcamp und Facebook, Material zum Nackentraining folgt sofort:

 

 


Inhaltsverzeichnis:

Seite 1: Einleitung
Seite 2: SUNBORN (Groove/Thrash Metal)
Seite 3: KARL BIERBAUMER (Rock, Wien)
Seite 4: VIRTUAL PERISH (Industrial/Symphonic Extreme Metal, Niederösterreich
Seite 5: GLEN AMPLE (Hard Rock, Steiermark)
Seite 6: GRADIENT OF DISORDER (Metal, Wien)


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