Flusensieb Mini #98 - Drei übersehene Metal-Platten

Veröffentlicht am 07.06.2022

Manchmal muss es der kleine Happen für zwischendurch sein. Das FLUSENSIEB MINI bietet kleine Ohrenfreuden oder schwer verdauliche Schwermetall-Partikel - das kommt einzig und allein auf den Genießenden an. Auf jeden Fall schneller zur Hand (oder am Ohr) als der berüchtigte Gang zum Kühlschrank - zumindest fällt das Sich-Schwerfällig-Von-Der-Couch-Erheben weg. Viel Spaß mit den drei fast überhörten (unerhört-en!) Platten, die hier noch einmal die letzte Möglichkeit haben, zu gefallen. 


 

NECROPHAGOUS - In Chaos Ascend

Unter dem Banner NECROPHAGOUS empfiehlt sich schwedisches Trio, das krachtechnisch bereits mehrfach, insbesondere unter der Flagge von ENTRAILS, in Erscheinung getreten ist. Doch im Gegensatz zu besagter Referenz-Elchkapelle zocken die ausgebüxten Herrschaften auf ihrem Erstwerk "In Chaos Ascend" vorrangig US-gefärbten Stoff im Fahrwasser üblich-verdächtiger Kapellen. Gut gespielt, aber mit mäßigem Plaisir-Faktor gesegnet, da die beschrittenen Pfade inzwischen auch schon bis auf die Tiefe eines gemeinen Schützengrabens ausgelatscht sind. Für Fans der Ami-Schiene einen Hörer wert, aber bis auf den effektgeladenen Rausschmeißer "Wreaker Of Pain" wenig spektakulär. (Lord)


 

FURIES - Fortunes Gate

Bei FURIES handelt es sich um eine Truppe aus Paris, welche zu 50% aus weiblichen Bandmitgliedern (hier am Gesang und am Schlagzeug) besteht. Die Combo liefert straighten, melodischen Power-Metal im Stil von JUDAS PRIEST oder HELLOWEEN, druckvoll produziert und durchaus internationalen Ansprüchen genügend. Sämtliche Stücke gehen gut ins Ohr auch wenn mache Stücke auf lange Sicht etwas eindimensional wirken. Dennoch ein mehr als gutes Album! Freunde des schnörkellosen Powermetals sollten definitiv reinhören. (MW)


 

AL NAVARRO - Monsters Part One

Das letzte Werk des Spaniers AL NAVARRO („It’s Your Fault“) aus dem Jahr 2020 kam bei uns nicht ganz so gut an (Review hier), zu diffus und gewollt kompliziert klang das Ganze. Auf der EP „Monsters Part One“ hat der Gute aus seinen Fehlern gelernt, kommen hier doch die Stücke um einiges strukturierter rüber. Man kann das Mini-Album, welches mit dem zweiten Teil eine Einheit darstellen soll, als „progiggen Hardrock“ bezeichnen. Anleihen bei QUEEN und SAVATAGE sind da natürlich unvermeidlich. Alles in allem ein großer Fortschritt zum Vorgänger. Teil zwei liegt uns (noch?!) nicht vor. Highlights sind das ruhige „The Observer“ und der Titelsong „Monsters“. (MW)


 

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