ESCAPE METALCORNER - die wahrscheinlich härteste Ecke Wiens

Text: Reini
Veröffentlicht am 18.06.2010

ESCAPE Gründer, Manager und Geschäftsinhaber Rene, hätte sich vor sieben Jahren nicht vorstellen können, dass die Entwicklung des ESCAPE METALCORNER in jene Richtung gehen könnte, die heute vorliegt. Eine eher gemütliche Rock-Metal Kneipe, dass war damals das erklärte Ziel. Da jedoch von Anfang an der Keller im Objekt integriert war, wurde auch der Kontakt zu diversen Leuten schnell hergestellt und schön langsam konnte sich auch Rene mit dem Gedanken anfreunden, im Keller live-technisch etwas zu starten. Dieses Projekt wurde 2006 in Angriff genommen!

Der Start im Jahr 2002 als Rock- und Metalkneipe bedeutete ja auch, dass man in eine Nische hineingesprungen ist, die quasi eine Monopolstellung bedeutet hat.

„Da haben wir das Glück gehabt, dass das von mir hoch geschätzte ROCK IN zugemacht hat, was aber auch bedeutete, dass das die Geburt der Idee vom ESCAPE METALCORNER gefördert hat.“

Jetzt darf man sich das Eröffnen einer Metalkneipe aber nicht als zu einfach vorstellen: „Gerade die Akzeptanz der Nachbarn in den Anfangstagen war quasi kaum vorhanden. Die wirklichen Hürden kamen dann aber erst mit dem Umbau des vorhandenen Kellers. Da haben wir am eigenen Leib erfahren müssen, wie schwierig so manch eine Behörde in unserem Land doch sein kann. Alleine diese Verhandlungen haben laut Rene über zwei Jahre in Anspruch genommen und kosteten neben erheblichen zeitlichen Aufwand auch so manch einem Nervenstrang des sympathischen Metalfans.

Diese Fannähe hilft Rene auch bei der Bestätigung, dass die Metalfans ja wohl das friedlichste Volk im Musikbusiness darstellen. „Das Klischee des saufenden und herumprügelnden Metalfan kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Im Vergleich zu anderen Lokalitäten haben wir wesentlich weniger, wenn überhaupt Probleme mit Gästen. Es passiert wirklich sehr selten, dass bei uns im Lokal jemand aggressiv wird….“

Mit dem dann letztlich doch erfolgreichen Umbau des Kellers, begann auch das ESCAPE sich seinen Platz als Konzertveranstalter zu sichern. Zu Beginn mit diversen verschiedenen Veranstaltern, was naturgemäß ein wenig schwierig war, vor allem weil es nahezu unmöglich war vorhandene Termine voll zu bekommen, seitdem aber CATAPULT PROMOTION das Escape und das Escape CATAPULT PROMOTION entdeckt haben, läuft auch diese Geschichte wie am Schnürchen. „Das hat sich für uns wirklich sehr gut ergeben, weil just zu diesem Zeitunkt auch die Leute von CATAPULT durchstarten wollten und mit uns als Partner haben wir diese – ja man kann schon sagen – Partnerschaft entstehen lassen. Ich bin auch mit der Arbeit von CATAPULT sehr zufrieden und hoffe wirklich, dass dieses Füreinander noch lange Bestand haben wird.“

Das Konzerte zu veranstalten immer mit Auf und Abs einhergeht ist klar, eines der am meisten deprimierenden war aber für das ESCAPE sicher der abgesagte Gig von SAMAEL. „Ein Club unserer Größe muss damit leben, dass gewisse Bands trotz fixer Zusage dann doch nicht zu überzeugen sind, hier zu spielen. Obwohl das vielleicht von der Kapazität her sogar passen würde. Gerade bei SAMAEL war es ja auch so, dass die vorab sehr wohl gewusst haben wie groß die Bühne sein wird, wie die Technik aussieht usw. usf.“
Einmal hatten wir auch ein Problem mit TAAKE, wo wir uns wirklich extremst von dieser Band distanzieren mussten. Auch weil wir erst im Nachhinein mitbekommen haben, was da in Deutschland alles abgegangen ist. Wir waren aber auch so vor Ort mit der Band extrem unzufrieden, das war vom persönlichen her sicher eines der Lowlights des ESCAPE’s.

CRYPTOPSY, KRISIUN, natürlich PUNGENT STENCH, da hat es vieles gegeben, was auch dem ESCAPE Betreiber als Fan immensen Spaß gemacht hat. Aber auch die Zukunft wird er weiterhin versuchen mit seinen Partner namhafte internationale Acts in das Wiener Escape zu bringen.

Natürlich muss auch darauf hingewiesen werden, dass es einem schon mit Stolz erfüllt, wenn man Bands exklusiv oder gar zum ersten Mal nach Österreich holen kann. „Da waren wir z.B. bei BENIGHTED sehr stolz, dass die zum ersten mal in Österreich bei uns gespielt haben, aber auch die Leute von FROGS & PIGS bringen regelmäßig Bands exklusiv oder gar erstmalig nach Österreich. Diese Exklusivität ist ja auch dem Image des ganzen Lokales sehr zuträglich!“

Auch wenn das ESCAPE ein kleinerer Club ist, zu verbessern, zu investieren gibt es immer was. Natürlich ist auf Grund der Kapazität die Bandauswahl im ESCAPE einigermaßen begrenzt, aber Rene hat da schon noch so seine Träume: „Ich sehe das so: Es gibt ja genügend Bands die auch mit Fortdauer ihrer Karriere kleiner werden, CROWBAR zum Beispiel hätte ich gerne im Escape gemacht, hat sich leider nicht ergeben, obwohl ich heilfroh bin, dass die in Österreich spielen werden. Einige Klassikerbands, die leider – für uns zum Glück – nicht mehr ganz so angesagt sind, wenn wir dann auch noch das Glück haben, dass die vielleicht gerade unter der Woche einen Gig in Wien brauchen, auf solche Sachen spitz ich eher in der Zukunft.“

Pünktlich in drei Jahren wird stormbringer.at der eben getätigten Aussage neuerlich auf den Grund gehen, wenn es dann heißt ESCAPE METALCORNER 10th Anniversary. Bis es soweit ist, freuen wir uns aber auf weitere, hoffentlich viele und natürlich auch wirklich gelungene Konzertabende in Wien’s wohl härtestem Corner!

ESCAPE Statements:

Mike Gröger (Drums/HOLLENTHON, SOLRIZE)
Ja Super Hittn eigentlich! Mittlerweile auch ein etablierter Live Club und man trifft immer die richtigen Leute. Dadurch ist im ESCAPE natürlich (fast) immer Partystimmung Sauferei, was soll man noch mehr dazu sagen?

Dominik Mayer (CATAPULT PROMOTION)
Wir veranstalten jetzt seit mehr als zwei Jahren im ESCAPE METALCORNER Konzerte und das sehr regelmäßig. Und man kann auch sagen, dass seit eineinhalb Jahren wir so ca. 90% der Konzerte im ESCAPE veranstalten. Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass das ESCAPE die Basis unserer Arbeit am Konzertsektor darstellt und das ESCAPE für uns ein sehr wichtiger Partner, der uns am Leben erhält und uns sehr viele Möglichkeiten bietet, geworden ist. Hervorzuheben beim ESCAPE ist auf jeden Fall: Der Club wächst stetig, verbessert sich immer mehr und wird von mal zu mal besucherfreundlicher, dadurch ergibt sich natürlich, dass die Erfolge immer größer werden und der Bekanntheitsgrad immer höher wird. Schlussfolgernd kann man sagen: Das ESCAPE ist definitiv der Club in Wien wo der Metal zu Hause ist!

Persönlich bin ich auch ein großer Fan, sehr wichtiger Club, darum: Support ESCAPE Metalcorner!

Martin Schirenc (HOLLENTHON)
Sieben Jahr san des scho wieda? Pfffffffffffffffffffffffff A Wahnsinn!
Ja, was fallt ma ein. Des wird a Rausch, der mir siebn Jahr von mein Leben kosten wird – wahrscheinlich!

Die Geschichte vom ESCAPE? Also irgendwann war’s da und dann war i ah da – oft sogar! Und viel zvü gsoffn! Sieben Jahr Oida! I bin zwar nimma so vü wie früher da, weil i ja ah scho a älterer Mann bin, aber a paar Mal im Monat geh i scho her. Wann ma auf harten Metal steht, dann gibt’s in Wien ka andere Hittn, außer in ESCAPE

Andi Appel (Resonance Promotion)
Ich glaub, wir können alle froh sein, dass es so Lokale wie das ESCAPE gibt und mich persönlich verbindet mit dem ESCAPE auf jeden Fall das ein oder andere sehr leiwande Konzert und natürlich auch das ein oder andere Bier danach!

ESCAPE METALCORNER

Neustiftgasse 116-118
A-1070 Wien

Öffnungszeiten:
MI/DO - 20:00 - 02:00
FR/SA – 20:00 - 04:00
Website: escape-metalcorner.at


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