Schattenmann - Frank Herzig

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Bei SCHATTENMANN habe ich meine musikalische Heimat gefunden.

Es geistern in der digitalen Welt des Internets einige Meinungen zur Neuen Deutschen Härte 2.0 herum. Doch was sagt eigentlich Frank von SCHATTENMANN dazu? Worum es auf ihrem Debütalbum geht und was er zu den Erfolgen im ersten Bandjahr sagt, das kann man in diesem Interview erfahren.

Veröffentlicht am 12.03.2018

Hallo Frank! Danke, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. 
SCHATTENMANN gibt es seit Ende 2016. Wie würdest du eure Musik einem Noch-Nicht-Fan beschreiben?

Es ist ein typischer NDH-Sound mit eingängigen Melodien. Es sind harte Gitarrenriffs, treibende Drums und aus dem Leben gegriffene Texte.

Für eure Musik geistert die Bezeichnung „Neue Deutsche Härte 2.0“ herum. Was bedeutet dieser Begriff für dich?

Es ist eine Weiterführung. Im Grunde eine Weiterentwicklung mit einer neuen Attitüde, neuen Gesangslinien, insgesamt tanzbarer, melodiöser.

Ich habe in manchen Interviews gelesen, dass durch SCHATTENMANN etwas ans Licht kommt. Bestand dieses Bestreben für dich schon, als du noch bei STAHLMANN gespielt hast?

Ja, schon. Ich war bei STAHLMANN schon aktiv am Songwriting beteiligt. Da sind Songs entstanden, die nicht zum Sound von STAHLMANN passen wollten und da auch nicht live funktioniert hätten. Es sind Songs entstanden, die mehr zum Sound von SCHATTENMANN passten.

Was inspiriert euch zu eurer Musik?

Puh, viele Dinge. Mediale Dinge, eigene Erlebnisse, was uns belastet, was uns erfreut.

Wie sind denn die Zuständigkeiten innerhalb der Band verteilt, wenn man mal von der Instrumentenbesetzung absieht?

Es gibt keine Hackordnung, jeder bringt sich kreativ ein. Da viele Ideen, viele Songs schon vorher standen, war ich bei „Licht an“ der Kopf. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Es ist, wie wenn man ein Auto baut. Da fängt man ja auch nicht mit dem Lack an.

Euer Debütalbum heißt ja „Licht an“, das am 2.3.18 veröffentlicht wird: wo und wofür geht dieses Licht an? Kann man sagen: „Vorhang auf für SCHATTENMANN“?

In gewisser Weise, ja. Es geht um Bühnenshow, die Selbstbeleuchtung spielt da auch mit rein.

Was sind denn zentrale Themen auf diesem Album?

Es sind viele verschiedene Themen. Es geht um den „Zahn der Zeit“ (Verluste, Verlustängste). Bei einem Song wie „Amok“ geht es darum, dass man jemandem braucht, der einen auffängt, wenn man kurz davor ist, innerlich Amok zu laufen. Auch geht es um Abrechnung mit Leuten, die einen verarscht haben. „Brennendes Eis“ ist beim ersten Hören tanzbar, die eigentliche Message kommt erst beim weiteren Hören hervor.

Hast du einen persönlichen Favoriten? Oder ist das ganze Album ein Favorit?

Es wäre vermessen zu sagen, dass das ganze Album ein Favorit ist. In letzter Zeit war es „Zahn der Zeit“. Ganz aktuell ist es „Brennendes Eis“, ansonsten ist es eher tagesformabhängig, Jeder kann in diesem Song (Anm. d. Red.: es geht um „Brennendes Eis“) seine eigene Story entdecken.

Ihr wart heute schon fleißig am Proben, wurde mir zugetragen: Es steht nun für euch eine Tour mit MEGAHERZ an. Wie geht es mit euren Vorbereitungen voran?

Die Vorbereitungen stehen ganz gut. Wir hatten die letzten drei Tage Bandprobe. Nächste Woche kommen dann noch drei Tage, dann geht es in die Schweiz. Ich hoffe, dass man uns da reinlässt (lacht).

Ihr wart ja bereits mit HELDMASCHINE und STAHLMANN unterwegs, dieses Jahr kommt die Tour mit MEGAHERZ, dann ein Auftritt u.a. auf dem M'era Luna im August. Hättest du mit diesem Tempo gerechnet, als ihr mit dieser Band Ende 2016 angefangen habt?

Nein, um Gottes willen Nein. Das kam für alle überraschend. Sei es für das Label, sei es für uns. Dadurch, dass es so überraschend kam, ist es nun schwer, die nächsten Schritte zu planen. Es spielt sicherlich mit rein, dass wir von Anfang an unser Herzblut reingesteckt haben.

Wo kann man euch außer bei MEGAHERZ noch live sehen?

Auf dem Hexentanz Festival in Losheim, mit UNZUCHT auf Tour am 6., 7. und 29. April. Außerdem noch auf dem Black Castle Festival, dem M’era Luna und dem Autumn Moon Festival.

Gibt es eine Musikrichtung, die du noch ausprobieren willst?

Meine musikalische Reise ist mit SCHATTENMANN an einem richtigen Punkt. Erst kamen HERZIG, die schon nicht mehr aktiv sind, dann kamen STAHLMANN, was eine wichtige Zeit war. Bei SCHATTENMANN habe ich jedoch meine musikalische Heimat gefunden.

Vielen Dank für dieses Interview. Gibt es ein Schlusswort, das du den Leuten mitteilen möchtest?

Erst möchte ich mich bei dir für das Interview bedanken. An die Leser/Hörer whatever: Ich hoffe, wir sehen uns noch auf irgendeinem Konzert: Licht an, würde ich sagen!

 

» Zum "Licht an"-Review


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