LAUSCH - Could Haves

Artikel-Bild
VÖ: 19.10.2018
Bandinfo: LAUSCH
Genre: Alternative Rock
Label: Panta R&E
Hören & Kaufen: Amazon | Webshop
Lineup  |  Trackliste

Nach fünf Alben springen die liebevoll-verschrobenen Alternative-Experimental-Rocker von LAUSCH nun auch auf den Zug der Live-Releases auf. Mit „Could Haves“ präsentiert das Wiener Trio eine sieben Songs umfassende Live-EP, die vor allem mit Songs des aktuellen Albums „Quiet Men“ lockt, das logischerweise den Löwenanteil des aktuellen Livematerials der Band stellt. Darunter mischt sich mit „Slow Motion“ auch noch ein Track vom Debüt „Nothing but Not“, was in dieser Kombination durchaus überraschend wirkt.

Warmer, organischer Sound transportiert eine knorrige Live-Atmosphäre, bei der man sich, sobald man die Augen schließt, sofort wie in einen gemütlichen, kleinen Club versetzt fühlt. Flirrende post-rockige Gitarrenläufe von „Through The Looking Glass“ leiten das Set stimmungsvoll ein und rücken die charismatische Stimme von Fronter Alexander vom Fleck weg ins richtige Licht. „Let's Be Strangers“ kommt smooth und direkt tanzbar um die Ecke, während „Highest Bidder“ live ganz gewaltigen Groove entwickelt. Das vertrackte „Mirrors“ fordert den Hörer durch seine in der Live-Situation extrem stark umgesetzte Vielschichtigkeit.

Das melancholische „Buried Alive“ schafft höchst eindringliche Atmosphäre und entwickelt dank des gefühlvollen Gesangs und dem gekonnten Spiel mit Tempo und Lautstärke zu einem der stärksten Titel auf der EP. Funkig und vertrackt ist „Hot Air“ noch einmal ein Stück für die Liebhaber vertrackter Rhythmik und lässiger Basslinien, während das mit großer Lässigkeit vorgetragene, beruhigt fließende „Slow Motion“ die EP mit einem weiteren Ausflug in Post-Rockige Gefilde zu einem runden Ende führt.

Über Live-Manifeste kann man ja immer geteilter Meinung sein. Zwar hätte man sich bei LAUSCH  durchaus über ein etwas mehr durchmischtes Set aus verschiedensten Alben gefreut, doch das tut der gebotenen Qualität anhand der bockstarken Songs des aktuellen Albums „Quiet Men“ und den bereits hinreichend bekannten Live-Vorzügen der drei kauzigen Klangkünstler keinen Abbruch. Zumal auch noch der Sound formidabel geraten ist, sowohl schön ausgewogen um die Ecke kommt, dabei aber auch die Live-Atmosphäre gut transportiert und auch dem Szenenapplaus des Publikums genügend Raum gibt. Ob als Fan oder Neuling – Zugreifen lohnt sich!

 



Bewertung: 3.5 / 5.0
Autor: Anthalerero (29.10.2018)

WERBUNG: Hard
ANZEIGE
WERBUNG: ACCEPT - Symphonic Terror
ANZEIGE