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:: Lita Ford - Living Like A Runaway (CD)

Redaktionswertung: 4.0 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 15. Juni 2012
Genre: Hard Rock
Label: SPV / Steamhammer
Info: litafordonline.com
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Trackliste...
01. Branded
02. Hate
03. The Mask
04. Living Like A Runaway
05. Relentless
06. Mother
07. Devil In My Head
08. Asylum
09. Love 2 Hate U
10. A Song To Slit Your Wrists By

Line Up
Vocals, Guitar: Lita Ford

Guests
Guitar: Gary Hoey
Drums: Matt Scurfield
Bass: Gary Hoey

Credits
Produced by Gary Hoey
Executive Producers: Lita Ford & Bobby Collin
Review...
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Vierzehn Jahre hat sich LITA FORD Zeit gelassen, nur um dann 2009 mit „Wicked Wonderland“ eine Vollkatastrophe zu veröffentlichen. Das Teil war derart schlecht, dass mein geschätzter Kollege MAT sogar das Erstrecht am neuen Rundling der rockenden Blondine abtrat. Ein Fehler wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, denn LITA FORD hat nicht nur eine schmerzhafte und nervenstrapazierende Trennung von ihrem Ehemann ex-NITRO-Fronter Jim Gillette hinter sich, sondern fand mit Produzent Gary Hoey auch wieder Back On The Rocktrack…

Das macht schon der Opener „Branded“ unmissverständlich klar, ein relativ hartes Eingangsriff, ein pumpender Schlagzeugsound und schon die ersten Sekunden der FORD’schen Sangeskunst machen deutlich, dass die Blondine mit der Gitarre um der Schulter auch im zarten Alter von 54 Jahren die Rocksau raushängen lassen kann. Dabei versteht es die LITA auch ziemlich zwingende Choruslines in ihre Tracks zu manövrieren, der Titeltrack, der mit leichten U2 Anleihen startet ist ebenso ein zwingender Kandidat wie „Relentless“, das mächtige „Devil In My Head“, oder das irgendwie nach rockigeren DEF LEPPARD tönende „Love 2 Hate U“.

Etwas obskur, aber nicht wirklich schlecht die NIKKI SIXX Adaption zu „A Song To Slit Your Wrists By“, die massiv industrialisiert wurde und irgendwie im Konterpart zum rockenden Rest platziert wurde. Ja und dann gibt es da noch die beiden Balladen. Die erste nennt sich „Asylum“ ist eher Halb, denn vollständig balladesk, gefällt aber trotzdem, ist aber nicht annähernd so aufwühlend wie „Mother“. LITA FORD richtet sich in schierer Verzweiflung an ihre beiden Söhne James und Rocco, welchen seit der Trennung von Jim Gillette jeglicher Kontakt mit ihrer Mutter untersagt wurde. Jeder, der bei dieser völlig unter die Haut gehenden Ballade nicht zumindest im Ansatz Gänsehaut bekommt, der kann das Wort Gefühl wahrscheinlich nicht mal in Bruchteilen buchstabieren. Ist schon lange her, dass gerade eine Ballade für mich das am meisten aufwühlende, aber auch das am meisten beeindruckende Stück Musik auf einem Album darstellte.

In einem Punkt muss ich meinem Kollegen MAT und seiner „Wicked Wonderland“ Kritik aber widersprechen – es ist mitnichten so, dass ein weiterer Hoffnungsschimmer am spärlichen Rock-Himmel für immer erloschen ist; im Gegenteil: mit „Living Like A Runaway“ meldet sich LITA FORD in einer Art und Weise zurück, die mehr als beeindruckend ist und die gute Frau wieder zu einem der größeren Player im Rockzirkus machen könnte.

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: reini (09. Juni 2012)

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