Rhapsody of Fire

:: Sylosis - Monolith (CD)

Redaktionswertung: 4.5 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 5. Oktober 2012
Genre: Modern Metal
Label: Nuclear Blast
Info:
Sylosis bei Myspace
Sylosis bei Facebook
Laufzeit: 72:35
Kaufen: StormbringerShop | Amazon | ebay
Trackliste...
1. Out From Below
2. Fear The World
3. What Dwells Within
4. Behind The Sun
5. The River
6. Monolith
7. Paradox
8. A Dying Vine
9. All Is Not Well
10. Born Anew
11. Enshrined

Line Up
Josh Middleton - Vocals, Guitars, Keyboards
Alex Bailey - Guitars
Carl Parnell - Bass
Rob Callard - Drums

Credits
Recorded at Monnow Valley Studios.
Produced and Mixed by Romesh Dodangoda.
Mastered by Jens Bogren.
Review...
mail  print

Die britischen Modern Metaller SYLOSIS scheinen vor Ideenreichtum nur so überzusprudeln. Das grandiose und für die Band selbst wegweisende Zweit-Album „Edge Of The Earth“ ist gerade einmal 18 Monate alt, da kracht das Vier-Mann-Kollektiv aus dem englischen Reading bereits mit dem nächsten monumentalen 70-Minüter namens „Monolith“ um die Ecke. Zugegeben – ein bisschen geschummelt ist das Ganze schon, denn der episch-fantastische Abschlusstrack „Enshrined“ hat – um der Atmosphäre willen – schon seine mehrminütigen Leerläufe, wodurch die opulente Gesamtspielzeit mit leichten Tricks also etwas gestrafft wurde.

Trotz allem – der „Monolith“ kann durchaus als eine Art Masterpiece im bisherigen Schaffen der Band betrachtet werden. Wie gewohnt hat sich Bandboss Josh Middelton wieder ein kongruentes Konzept ausgedacht und rund um den lyrischen Oberbegriff „griechische Mythologie“ eine musikalische Geschichte gewebt, deren elf Kapitel auch akustisch wie aus einem Guss wirken. Hier wird nämlich derbe geklotzt, ohne aber angeberische rüberzukommen. Detailverliebt und perfektionistisch jagen die einzelnen Tracks aus den Boxen und hinterlassen einmal mehr ungläubiges Staunen. Wunderschöne Gitarrensoli, doppelläufige Axtschwünge, die theatralisch anmutende Instrumental-Inszenierung und die stets dichte, niemals zu einem Ende kommende Gesamtatmosphäre sind schon ein Ding für sich – ganz abgesehen von der unglaublichen Präzision, welche die vier Jungs in den altehrwürdigen Monnow Valley Studios (u.a. BLACK SABBATH und RUSH) walten lassen.

Es sind genau diese rasanten Instrumental-Abfahrten (zB „Behind The Sun“, „Paradox“), die sphärische Ideenvielfalt (zB „A Dying Vine“, „The River“), die sich mit den stets vorsichtige eingebauten Ruhephasen und Ausruh-Momenten paaren und damit einhergehend bezeugen, dass SYLOSIS in ihrem eigenen Klangkosmos viel mehr Geschichtenerzähler als Musiker an sich sind. Mit „Monolith“ schaffen es die Insulaner nämlich erneut, ein Album gebärt zu haben, das nur am Stück und keinesfalls in einzelnen Songfetzen gehört werden kann. Ein eindeutiges Statement zur grassierenden Single-Auskoppelungs-Kultur des modernen Musik-Biz, wo qualitativ grottige mp3-Songs wichtiger geworden sind, als musikalische Fresken voll künstlerischer Feinheiten. Wenn in der Ruhe die Kraft liegt, dann sieht SYLOSIS tatsächlich wieder bärenstark. Nachdenklicher, geschlossener und in sich bündiger als der Vorgänger, dafür auch ruhiger, leichter fassbar und erwachsener, könnte „Monolith“ die Briten endlich an die Spitze der Modern Metal/Neo Thrash-Bewegung stoßen. Verdient hätten sie es allemal – und ob man dieses oder das letzte Album lieber hat, ist schlicht Geschmackssache. Genial sind sie nämlich beide.

Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: FO (28. September 2012)

Bitte log Dich ein um Kommentare schreiben zu können.
Username:   Passwort:          Registrieren | Passwort vergessen?
Noch keine Kommentare vorhanden.
Schreibe jetzt den ersten Beitrag zu diesem Artikel!
Überblick...
Stormbringer CD Tipp
Stormbringer Unsigned Tipp
Die neuesten Reviews...
Die letzten News...
Die neuesten Interviews...
Die neuesten Livereports...
Die neuesten Specials...
Nova Rock 2013